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Wasserprobe aus dem Bodensee

DVGW-Forschung für eine sichere Wasserversorgung

Praxisorientierte Wasserforschung im DVGW

Wasserprobe aus dem Bodensee; © DVGW. Fotograf: Roland Horn

Allgemeine DVGW-Wasserforschung

Praxisorientierte Forschung für eine sichere Wasserversorgung

Als Innovationstreiber in der Wasserversorgung und mit einer strukturierten Forschungsstrategie unterstützt der DVGW die Unternehmen der Branche dabei, künftigen Herausforderungen mit adäquaten, zukunftsweisenden und robusten Lösungen und Entwicklungen zu begegnen. Die Projektförderung Wasser ist das zentrale Förderprogramm des DVGW für die Wasserforschung. Es ermöglicht die Umsetzung von Forschungs- und Entwicklungsvorhaben innerhalb der fokussierten Forschungs- und Entwicklungsthemen.
Als Innovationstreiber in der Wasserversorgung und mit einer strukturierten Forschungsstrategie unterstützt der DVGW die Unternehmen der Branche dabei, künftigen Herausforderungen mit adäquaten, zukunftsweisenden und robusten Lösungen und Entwicklungen zu begegnen. Die Projektförderung Wasser ist das zentrale Förderprogramm des DVGW für die Wasserforschung. Es ermöglicht die Umsetzung von Forschungs- und Entwicklungsvorhaben innerhalb der fokussierten Forschungs- und Entwicklungsthemen.
Themenbereiche der DVGW-Wasserforschung

Was ist förderfähig?

Die nachfolgende Übersicht bildet den inhaltlichen Rahmen für die Projektförderung Wasser. Sie dient der thematischen Orientierung und stellt keine abschließende Übersicht aller förderfähigen Themen dar. Um die Förderfähigkeit eines Forschungsthemas zu beurteilen, sind neben der inhaltlichen Eignung auch die Beachtung der Bewertungskriterien maßgeblich. Entscheidend ist dabei stets der konkrete Nutzen des Vorhabens für die Wasserversorgung in Deutschland.

Im Fokus stehen die Bewertung neuartiger Stoffe und Mikroorganismen sowie die Priorisierung aufbereitungstechnisch relevanter Substanzen wie PMT-Stoffe (persistent, mobil, toxisch), Mikroplastik und Antibiotikaresistenzen. Innovative Frühwarnsysteme und alternative Nachweismethoden – etwa durch Sensorik oder Non-Target-Analytik – sollen die Detektion verbessern. Ergänzend sind Strategien förderfähig, die zur Verminderung und Vermeidung von Schadstoffen von der Quelle bis zum Verbraucher dienen, wie z.B. durch ein klimawandelangepasstes Einzugsgebietsmanagement oder neuartige und weiterentwickelte Aufbereitungsverfahren.

Dieses Forschungsfeld adressiert das Assetmanagement unter Klimawandelbedingungen, die Modellierung von Verbund- und Fernversorgungssystemen sowie die Integration semi- und dezentraler Versorgungslösungen. Notfallvorsorge, Blackout-Resilienz und die Einbindung regenerativer Energien stehen ebenso im Fokus wie die Versorgungssicherheit in Krisensituationen, die Resilienz von Lieferketten und innovative Inspektionsverfahren.

Die Erforschung digitaler Technologien soll die Effizienz und Steuerbarkeit der Wasserversorgung verbessern. Dazu zählen KI-gestützte Prognosesysteme, digitale Zwillinge (z.B. für Wassernetze) und Echtzeitdatenmanagement (z.B. zur automatisierten Auswertung und Belastungserkennung). Die Forschung fördert zudem die Cybersicherheit und die Entwicklung dezentraler sowie offener Datenplattformen, die Behörden und Betreiber unterstützen.

Ziel ist die Entwicklung einer energieautarken, klimaneutralen und ressourceneffizienten Wasserversorgung. Hierzu gehört z.B. die Erforschung von Technologien und Verfahren zur Verwertung von Reststoffen und von ressourcenoptimierten Aufbereitungsverfahren. Darüber hinaus umfasst die Forschung die Durchführung von Lebenszyklusanalysen für Materialien und Prozesse sowie das integrierte Wasserressourcenmanagement unter Berücksichtigung neuer Nutzungsansprüche (z.B. zu effizienter Kühlwasserversorgung von Rechenzentren und ressourcensparender Wasserstoffelektrolyse).

Die gesellschaftlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen der Wasserversorgung stehen im Mittelpunkt dieses interdisziplinären Forschungsfeldes. Potenzielle Forschungsthemen betreffen die Entwicklung von sozioökonomischen Instrumenten für die Prognose der zukünftigen Wasserbedarfe, die Akzeptanz von Wasserwiederverwendung, Effizienzlösungen in Versorgungsverbünden sowie die Entwicklung neuer dynamischer Entgeltmodelle. Forschung zur Unterstützung der Wasserversorgung bei der Umsetzung nationaler und europäischer Rechtsvorgaben ist ebenso förderfähig wie die Untersuchung von Zielkonflikten zwischen steigenden Qualitätsanforderungen und Nachhaltigkeitszielen in der Trinkwasseraufbereitung.

Ansprechpartner
Bei Fragen zur DVGW-Wasserforschung im Allgemeinen oder zu bestimmten Forschungsprojekten wenden Sie sich an:
Dr. Mathis Keller
Hauptgeschäftsstelle / Technologie und Innovationsmanagement
Telefon+49 228 91 88-727