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Korrosionsschutz

Korrosion führt zu einer Veränderung der Eigenschaften des Metalls, was Risiken bezüglich der einwandfreien Funktion des ganzen Leitungssystems in sich birgt. Je nach Einbausituation kommt es auf die richtigen Korrosionsschutzmaßnahmen der Rohrleitungen und Produkte an.

Gasrohre aus Stahl; © DVGW. Fotograf: Roland Horn

Korrosionsschutz für Gas- und Wassersysteme

Warum ist Korrosionsschutz so wichtig?

Korrosion ist eine physikochemische Wechselwirkung zwischen einem Metall und seiner Umgebung, die zu einer Veränderung der Metalleigenschaften führt. So kann es zu erheblichen Beeinträchtigungen der Funktion des Metalls, der Umgebung oder des technischen Systems, von dem diese einen Teil bilden, führen (DIN EN ISO 8044). Je nach Einbausituation kommt es auf die richtigen Korrosionsschutzmaßnahmen der Rohrleitungen und Produkte an.

Kathodischer Korrosionsschutz

Die abschirmende Wirkung von enthafteten Rohrleitungsumhüllungen

Eine Stellungnahme von DVGW, fkks, ÖVGW, SGK und SVGW vom 26. April 2019

Im Zusammenhang mit dem kathodischen Korrosionsschutz wird oft die abschirmende Wirkung von enthafteten Umhüllungen diskutiert. Insbesondere im angelsächsischen Raum wird für bestimmte Rohrleitungen der Einsatz von nicht-abschirmenden Umhüllungssystemen vorgeschrieben. Dies führt dort zunehmend zur Verdrängung der Umhüllungssysteme basierend auf Polyethylen. In den letzten Jahren wird die Diskussion in Bezug auf Abschirmung auch vermehrt in Europa geführt, was mit der zunehmenden Vermarktung von angeblich nicht-abschirmenden Produkten einhergeht. Die Verwendung von Umhüllungen mit deutlich schlechteren dielektrischen Eigenschaften steht aber im Widerspruch zur mitteleuropäischen Praxis.

Bewertung der Wirksamkeit des Kathodischen Korrosionsschutzes an wechselstrombeeinflussten Rohrleitungen

Die aktuellen Modellvorstellungen für die beim Kathodischen Korrosionsschutz (KKS) ablaufenden Prozesse ermöglichen neue Ansätze, um die Korrosionsgefährdung einer Rohrleitung zu bewerten. Unter Berücksichtigung der relevanten Einflussgrößen wird es erstmals möglich, die Wirksamkeit des KKS entlang der Rohrleitungstrasse auf Grundlage der objektiv messbaren Parameter „Einschaltpotenzial“, „Wechselspannung“, "Bodenwiderstand“ sowie „Spannungstrichter“ zu bewerten. Diese Aspekte ermöglichen nicht nur eine verbesserte Planung von KKS-Anlagen, sondern auch die Bewertung von deren Wirksamkeit. Auch kann eine Grundlage für Maßnahmen geschaffen werden, um die Gefährdungssituation zu verringern. Dabei werden erstmals alle Einflussgrößen in der Bewertung berücksichtigt; unter Berücksichtigung der teilweise widersprüchlichen Forderungen der relevanten Normen wird es zudem möglich, eine optimale Einstellung des KKS zu erreichen.

Berechnungsmodell zu Wechselstromkorrosion

Im Rahmen des DVGW-Forschungsprojekts G 2/01/10 "Feldversuch Wechselstromkorrosion" wurde ein numerisches Modell entwickelt und anhand von Labor- und Felddaten verifiziert. Ergänzend zu dem Forschungsbericht steht Ihnen das entsprechende Berechnungsmodell als Download zur Verfügung.

Bitte beachten Sie:

Wir bieten das Berechnungsmodell in einer zip-Datei zum Download an. Da die zip-Datei eine ausführbare Datei (exe-Datei) enthält, ist es möglich, dass Ihr Browser oder Ihre Firewall eine entsprechende Warnmeldung ausgibt und den Download blockiert. Kontaktieren Sie in diesem Fall bitte den IT-Support Ihrer Firma.

Böden und Materialien

Untersuchungsmethoden zur Beurteilung der Aggressivität von Böden

Immer noch findet die Bewertungsgrundlage des ehemaligen DVGW Fachausschusses Korrosionsschutz von Dr. Heinrich Steinrath aus dem Jahr 1966 hinsichtlich der Angriffsfähigkeit von Erdböden auf erdüberdeckte Bauteile Anwendung.

Warnvermerk: Die von Steinrath beschriebenen Untersuchungsverfahren entsprechen nicht dem Stand der Technik. Insbesondere die Anforderungen  an den  Arbeits- und Gesundheitsschutz sind zu überprüfen und zu beachten.

DVGW-Regelwerk: Neuerscheinungen zum Korrosionsschutz Gas

DVGW-Regelwerk: Neuerscheinungen zum Korrosionsschutz Wasser