Spurenstoffe und Rückstände von Medikamenten können die Gewässer belasten

Über pharmazeutische Produkte, Haushaltschemikalien oder Düngemittel gelangen kontinuierlich Rückstände in die Umwelt und dadurch auch in die Gewässer. Nach heutigem Kenntnisstand ist die Konzentration der nachgewiesenen Stoffe für den Menschen unbedenklich.

Medikamente können die Gewässer belasten; © Foto: CC0-Lizenz

Anthropogene Spurenstoffe in Gewässern

Nachweis durch hochempfindliche Analysesysteme

Bei anthropogenen Spurenstoffen handelt es sich um Elemente und chemische Verbindungen, die vom Menschen hergestellt, verursacht oder beeinflusst sind. Zu diesen Stoffen zählen in der Regel organische Verbindungen wie Pharmaka, kosmetische Inhaltsstoffe, Pestizide oder Biozide. Im Nanogrammbereich oder darunter sind Rückstände dieser Stoffe heute sowohl im Abwasser als auch im Grund- und Oberflächenwasser nachweisbar. Über die natürlichen Wasserressourcen können sie in geringem Maße in die Trinkwasseraufbereitung gelangen. Hochempfindliche Analysesysteme weisen die Spurenstoffe heute vereinzelt nach. Es handelt sich jedoch um Mengen, die für Mensch und Umwelt als absolut unbedenklich einzustufen sind.Der DVGW setzt sich dafür ein, die Belastung des Wasserkreislaufs mit Spurenstoffen so gering wie möglich zu halten. In Facharbeit und Forschung treibt der er daher Projekte zur vorsorglichen Vermeidung von Risiken für Mensch und Umwelt voran.
Bei anthropogenen Spurenstoffen handelt es sich um Elemente und chemische Verbindungen, die vom Menschen hergestellt, verursacht oder beeinflusst sind. Zu diesen Stoffen zählen in der Regel organische Verbindungen wie Pharmaka, kosmetische Inhaltsstoffe, Pestizide oder Biozide. Im Nanogrammbereich oder darunter sind Rückstände dieser Stoffe heute sowohl im Abwasser als auch im Grund- und Oberflächenwasser nachweisbar. Über die natürlichen Wasserressourcen können sie in geringem Maße in die Trinkwasseraufbereitung gelangen. Hochempfindliche Analysesysteme weisen die Spurenstoffe heute vereinzelt nach. Es handelt sich jedoch um Mengen, die für Mensch und Umwelt als absolut unbedenklich einzustufen sind.Der DVGW setzt sich dafür ein, die Belastung des Wasserkreislaufs mit Spurenstoffen so gering wie möglich zu halten. In Facharbeit und Forschung treibt der er daher Projekte zur vorsorglichen Vermeidung von Risiken für Mensch und Umwelt voran.
In unserer Broschüre haben wir für Sie Einzelheiten zum Wasserkreislauf, zu einzelnen Wirkstoffen und zu deren Konzentration in den Gewässern zusammengestellt.
Rückstände von Arzneimitteln in Gewässern

In der Human- und Veterinärmedizin werden in Deutschland derzeit rund 3.000 unterschiedliche Wirkstoffe in über 9.000 Präparaten verwendet. Über den natürlichen Wasserkreislauf gelangen die Rückstände dieser Medikamente ins Abwasser oder direkt ins Grundwasser.

Die Anzahl der verwendeten Wirkstoffe hat in den vergangenen Jahren zugenommen, was unter anderem demografische Gründe hat. Gleichzeitig entwickelte sich die Messtechnik kontinuierlich weiter, sodass heute mittels hochempfindlicher Analysensysteme bereits sehr geringe Mengen nachgewiesen werden können.
So werden inzwischen nahezu deutschlandweit in Fließgewässern sowie in Boden- und Grundwasserproben Rückstände gefunden. Etwa 150 verschiedene Wirkstoffe konnten bislang identifiziert werden. Mit 0,1 bis 1 Mikrogramm pro Liter stellen sie allerdings keine Gefährdung für die menschliche Gesundheit dar – zumal ihre Konzentration im Trinkwasser noch einmal wesentlich geringer ausfällt.

Der DVGW und das Umweltbundesamt setzen sich dafür ein, dass die Konzentration von Arzneimittelrückständen so gering wie möglich ausfällt.

Weiterführende Informationen
Das Umweltbundesamt informiert detailliert zum Thema Arzneimittel und Umwelt
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  • Publikationen zum Thema
Zur Website des Umweltbundesamts
Erklärfilm: Alte Medikamente richtig entsorgen
Gemeinsamer Erklärfilm von bdew und Umweltbundesamt