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Trinkwasserverordnung - Garant für sauberes Trinkwasser

Die deutsche Trinkwasserverordnung ist die Grundlage dafür, dass das Trinkwasser in Deutschland zu den weltweit besten zählt.

Trinkwasserverordnung; © Foto: DVGW, Roland Horn
Neue Trinkwasserverordnung in Kraft getreten

Am 8.1. 2018 wurde die Trinkwasserverordnung im Bundesgesetzblatt veröffentlicht.

Mit der Veröffentlichung am 8.1.2018 und dem Inkrafttreten der Trinkwasserverordnung am 9.1.2018 hat das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) die geänderten Anhänge II und III der EG-Trinkwasserrichtlinie in deutsches Recht umgesetzt.

Eine wesentliche Neuerung bildet die Einführung einer so genannten „Risikobewertungsbasierten Anpassung der Probennahmeplanung (RAP)“. Diese soll Wasserversorgern mehr Flexibilität bei der Untersuchung des Trinkwassers gewähren. Wasserversorger können nun in enger Abstimmung mit dem zuständigen Gesundheitsamt die vorgeschriebenen Untersuchungen des Trinkwassers an die individuellen Gegebenheiten vor Ort anpassen, um einen maximalen Erkenntnisgewinn zu erlangen und um für ihre Wasserversorgung weniger aussagekräftige Untersuchungen zu verringern. Hierfür muss der Wasserversorger eine Risikobewertung erstellen, die eine fundierte und nachvollziehbare Begründung für eine Anpassung von Untersuchungsumfang und -häufigkeit liefert.

Die Trinkwasserverordnung enthält nun auch zum ersten Mal ein Verbot für die Einbringung von Gegenständen oder Verfahren in das Roh- oder Trinkwasser, die nicht der Trinkwasserversorgung dienen. Hierdurch werden hygienische Verschlechterungen des Trinkwassers durch z.B. die Verlegung von Breitbandkabel für schnelles Internet in Trinkwasserleitungen verhindert.

Eine weitere Neuerung ist die Verpflichtung für Untersuchungsstellen, die Überschreitung des technischen Maßnahmenwertes für Legionella spec. an das zuständige Gesundheitsamt zu melden.

Trinkwasserverordnung im Volltext

Trinkwasserverordnung inklusive 4. Änderungsverordnung 2018

Änderung der Trinkwasserverordnung vom 8.1.2018 sowie Neufassung des Volltexts vom 10.3.2016

Radioaktive Stoffe im Trinkwasser: Leitfaden

Weitere Informationen zu Radioaktivität und Trinkwasser sind auf der unten stehenden Webseite zusammen gefasst:

Leitfaden zur Untersuchung und Bewertung von Radioaktivität im Trinkwasser

Liste gemäß § 11 Trinkwasserver­ordnung

Aufbereitungsstoffe und Desinfektionsverfahren

Zur Aufbereitung von Wasser zu Trinkwasser im Anwendungsbereich der Trinkwasserverordnung dürfen nur Stoffe eingesetzt werden, die in der Liste der Aufbereitungsstoffe und Desinfektionsverfahren nach § 11 der Trinkwasserverordnung aufgeführt sind. Die Liste wird am Umweltbundesamt im Auftrag vom Bundesministerium für Gesundheit unter der breiten Beteiligung der zuständigen Stellen in den Behörden sowie der beteiligten Fachkreise und Verbände geführt.

Ist für die Entscheidung des Umweltbundesamtes nach § 11 Absatz 3 Satz 1 TrinkwV die Erprobung eines Aufbereitungsstoffes oder Desinfektionsverfahrens („erweiterte Wirksamkeitsprüfung“, „allgemeine Erprobung“) erforderlich, so kann das Umweltbundesamt gemäß § 12 Absatz 1 TrinkwV auf Antrag befristete Ausnahmen von § 11 Absatz 1 Satz 1 und 5 sowie Absatz 2 TrinkwV genehmigen.

Hier erhalten Sie einen Überblick zu den Listen der Aufbereitungsstoffe und Desinfektionsverfahren der Trinkwasserverordnung des Umweltbundesamtes.    

Chemische und mikrobiologische Untersuchungsverfahren

Mikrobiologische und chemische Untersuchungsverfahren im Rahmen der Trinkwasserverordnung

Ihre Ansprechpartnerin
für fachliche Fragen zur Trinkwasserverordnung
Dr. Karin Gerhardy
Hauptgeschäftsstelle / Wasserversorgung

Telefon+49 228 91 88-653