05. Mai 2026
Wasser ist die unverzichtbare Grundlage für Gesellschaft und Wirtschaft. DVGW und DWA bringen in der Welcome Lounge auf der IFAT die Anforderungen und Erfahrungen aus der betrieblichen Praxis in politische Strategie- und Entscheidungsprozesse. Wenn technologische Innovation durch einen verlässlichen ordnungspolitischen Rahmen flankiert werden, kann die Anpassung und Weiterentwicklung der Wasserwirtschaft praxisgerecht und wirtschaftlich gestaltet werden, betonten die technisch-wissenschaftlichen Spitzenverbände der Wasserwirtschaft auf der Welcome Lounge gegenüber den Umweltministern von Bayern, Thorsten Glauber, und Oliver Krischer, Nordrhein-Westfalen, und der wasserpolitischen Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion Dunja Kreiser.
Thorsten Glauber, Minister für Umwelt und Verbraucherschutz des Freistaates Bayern:
„Das novellierte Wassergesetz ist das richtige Instrument, um die Wasserversorgung in Bayern fit für die Zukunft zu machen. Das Wasserpaket stärkt die öffentliche Trinkwasserversorgung und verbessert den Hochwasserschutz. Der Wassercent ist dabei ein zentrales Element: Er gibt unserer wichtigsten Ressource einen klaren Wert."
Oliver Krischer, Minister für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen:
„Wir haben Wasser zu lange als selbstverständlich betrachtet. Dabei ist es eine unverzichtbare Lebensgrundlage und eine begrenzte Ressource. Eine leistungsfähige Wasserwirtschaft ist entscheidend, um diese Ressource nachhaltig zu sichern. Nur so können wir unsere Gesellschaft, Umwelt und Wirtschaft resilient und zukunftsfähig aufstellen. In Nordrhein-Westfalen verankern wir diesen Anspruch in der Zukunftsstrategie Wasser NRW vorausschauend und langfristig."
Dunja Kreiser, MdB, wasserpolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion:
„Eine resiliente Wasserinfrastruktur ist die Grundlage für Versorgungssicherheit, Klimaanpassung und wirtschaftliche Stabilität in unserem Land. Angesichts zunehmender Extremwetterereignisse müssen wir unsere Systeme so aufstellen, dass sie auch unter Stress zuverlässig funktionieren. Dazu braucht es gezielte Investitionen, klare politische Prioritäten und eine enge Zusammenarbeit zwischen Bund, Ländern, Kommunen und der Wasserwirtschaft. Die Nationale Wasserstrategie ist die Leitlinie. Die Expertise von DVGW und DWA zeigt, wie Innovation und Praxis Hand in Hand gehen können. Als SPD-Bundestagsfraktion setzen wir uns dafür ein, dass Wasserinfrastruktur nachhaltig, bezahlbar und zukunftsfest gestaltet wird."
Prof. Uli Paetzel, Präsident Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall (DWA):
„Nur eine resiliente Wasserwirtschaft schafft Handlungssicherheit für Gesellschaft, Umwelt und Wirtschaft. Wasser ist ein Stabilitäts- und Zukunftsfaktor unseres Landes, Wasser muss bei politischen Entscheidungen zentral mitgedacht werden.“
Dr. Dirk Waider, Vizepräsident DVGW Wasser Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches:
„Der Klimawandel verändert das Wasserdargebot auch in Deutschland, und in regionalen Wachstumsregionen wird Wasser knapp. Um zukünftigen Nutzungskonkurrenzen in Deutschland vorzubeugen, ist jetzt politische Vorsorge gefragt.“
Bundes- und Landespolitik ist die Schlüsselrolle der Wasserwirtschaft bewusst. In der Welcome Lounge auf der IFAT betonten die politischen Vertreter:innen die Bedeutung einer hohen Resilienz der Wasserwirtschaft für Versorgungssicherheit, Klimaanpassung und wirtschaftliche Stabilität. Wasser ist ein harter Standortfaktor. Industrie, Gewerbe, Landwirtschaft und Kommunen sind auf die sichere und qualitativ hochwertige Wasserver- und Abwasserentsorgung angewiesen, so der klare Tenor auf der Welcome Lounge.
Die Wasserwirtschaft ist Kern der Kritischen Infrastruktur. Der Klimawandel und multiple globale Krisen fordern die Wasserwirtschaft heraus. Deutschland braucht eine resiliente Wasserwirtschaft, um am Ende unseren Wohlstand und eine hohe Umwelt- und Lebensqualität zu sichern. Investitionen in Netze, Anlagen, Fachkräfte und Wissen zahlen direkt auf Sicherheit, Wettbewerbsfähigkeit und Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in den Staat ein.
Dunja Kreiser, Thorsten Glauber sowie Oliver Krischer, Minister für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, unterstützten die Forderung von DWA und DVGW, dass Wasserwirtschaft als kritische Infrastruktur konsequent priorisiert werden muss. Dazu gehören verlässliche Finanzierung, beschleunigte Planungs- und Genehmigungsverfahren sowie klare Zuständigkeiten.
Mit der Nationalen Wasserstrategie liegt ein klarer Rahmen der Politik für die Zukunft der Wasserwirtschaft vor. DWA und DVGW haben bereits 2023 mit der Roadmap 2030 den Fahrplan für die Zukunft der Wasserwirtschaft entworfen. Die Fachverbände der Wasserwirtschaft fordern von der Politik, jetzt die Weichen zu stellen, sprich: die Nationale Wasserstrategie zeitnah konkret und praxisnah umzusetzen. Mit den modernisierungsfreundlichen Rahmenbedingungen, einer adäquaten und langfristig sicheren Finanzausstattung sowie zielführenden Forschungs- und Fördermaßnahmen kann die Wasserwirtschaft einen wichtigen Beitrag für ein nachhaltiges, zukunftssicheres und wirtschaftlich starkes Deutschland leisten.