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Ein mächtiges, im Freien liegendes, teils silbernes, teils grünes Rohr mit "H2"-Aufschrift

01. April 2026

AFREM

Ausbläser und Fackeln – Konzepte zur Reduktion von Emissionen (G 202540)
Wasserstoffleitung; © stock.adobe.com / AA + W
Forschungsprojekt
Projektbeschreibung

Projektlaufzeit: 04.2026 - 09.2027

Projektstatus: laufend

Förderkennzeichen: G 202540

 

Hintergrund

Ausbläser spielen im Sicherheitsmanagement der Energiewirtschaft eine wichtige Rolle. Sie werden zur Druckentlastung bei Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten, zum Abblasen bei Störungen und in Notfällen benötigt. Ein Entlassen von potenziell klimarelevanten Gasen wie Methan oder auch in Zukunft Wasserstoff sollte grundsätzlich natürlich die Ausnahme sein. Besonders im Hinblick auf Wasserstoff ergeben sich zusätzliche sicherheitstechnische Herausforderungen aufgrund seiner geringeren Zündenergie und des breiteren Zündbereichs, was neben ökologischen Aspekten auch erhöhte Anforderungen an die Sicherheit stellt. Insbesondere aufgrund der neuen regulatorischen Anforderungen und der zu beachtenden Sicherheitsaspekte bei Wasserstoff hat das Thema eine große Relevanz.

Grundsätzlich stellt sich die Frage, wie ein sicheres Freisetzen größerer Mengen an H2 möglich ist und ob und abhängig von welchen Kriterien aus Sicherheitsgründen H2 kontrolliert abgefackelt werden muss, um generell eine gefährliche Atmosphäre nicht entstehen zu lassen. In dem Forschungsprojekt AFREM werden diese wichtigen Fragestellungen erforscht.

 

Ziele und Methodik

Das Forschungsprojekt AFREM will Potenziale ermitteln und Konzepte darstellen, um

  1. klimarelevante Emissionen an Ausbläsern/Fackeln zu reduzieren und
  2. ein sicheres Freisetzen größerer Mengen an H2 zu ermöglichen – evtl. aus Sicherheitsgründen H2 kontrolliert umzusetzen – sowie
  3. bei Verwendung von Fackeln den Konversionsgrad zu beschreiben und eine vereinheitlichte Methodik (Normen- und Regelwerk) zu unterstützen.

Als Anlagen bzw. Prozesse werden hier PtG-, Biogas-, Transport- und Verdichteranlagen sowie Tankstellen und außerdem Maßnahmen wie Gasumstellung, Inertisierung, Spülung und Umrüstung von GDRMA-Anlagen und Speicher gesehen. Die Methanemissionsproblematik und eine möglichst vereinheitlichte Methodik werden am Erdgas-Fall betrachtet und später auf Wasserstoff übertragen. Dazu werden für drei gewählte Modellanlagen in den Druckbereichen bis 5, bis 16 bar und größer (z. B. GDR-Anlage an Gasturbine) Carbon-footprint-Analysen durchgeführt. 

Das DVGW-Forschungsprojekt H2-Sicherheit beinhaltet eine Recherche zu Fackeln, auf die im Forschungsprojekt AFREM zurückgegriffen wird. Dieses Projekt ist der Ausgangspunkt für die hier angestrebten neuen Erkenntnisse.
 

Ansprechpartner
Bei Fragen zum Forschungsprojekt wenden Sie sich bitte an folgenden Ansprechpartner
Janosch Rommelfanger
Hauptgeschäftsstelle / Technologie und Innovationsmanagement
Telefon+49 228 9188-625