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Baustelle mit Bagger und Absperrband "Achtung Wasserleitungen"

01. Januar 2022

INNO-SaniTech

Bewertung innovativer Sanierungstechnologien in der Trinkwasserverteilung (DVGW-Zukunftsprogramm Wasser – W 02129)
Wasserversorger benötigen Technologien für die Prüfung und punktgenaue Sanierung von Rohrleitungen; © iStock/Christian Schwier
Forschungsprojekt
Projektbeschreibung

Projektlaufzeit: 01.2022 - 06.2022

Projektstatus: laufend

Förderkennzeichen: W 202129

Projekt des DVGW-Zukunftsprogramms Wasser

Ziele und Methodik

Mit INNO-SANITECH sollen die Wasserversorger eine systematische Übersicht über den Stand der Technik der Sanierungsverfahren erhalten. Dabei wird nicht nur die Leistungsfähigkeit der Technologien beschrieben und bewertet. Es werden auch Wissenslücken zu den einzelnen Verfahren aufgezeigt. Außerdem werden die Akteure bei der Entscheidungsfindung für die Auswahl und Bewertung der Systeme unterstützt. Übergeordnetes Ziel ist, dem Trinkwasserbereich Impulse für eine Erweiterung bzw. Anpassung von Sanierungstechnologien zu geben.

Mittels der Gap-Analyse sollen operative und strategische Lücken erfasst und Schwachstellen frühzeitig erkannt. Dafür sind folgende Arbeitsschritte vorgesehen:

  • Literaturrecherche und Analyse des aktuellen Stands der Technik der Sanierungsverfahren.
  • Branchenrecherche zu vorhandenen Verfahren und deren Leistungsfähigkeit aus Sicht der Technologieanbieter, einschließlich einer Einschätzung des Reifegrads.
  • Interviews/Umfragen bei Wasserversorgern zu Erfahrungen und Anforderungen an innovative Sanierungstechnologien.
  • Übersicht zu Perspektiven und Konsequenzen für die Wasserversorgung.

Je nachdem welche Verfahren sich in der Gap-Analyse als vielversprechend herausstellen, werden diese in weiteren Forschungsprojekten an Versuchs- und Pilotstrecken getestet. Expert:innen aus Praxis und Wissenschaft werden die Experimente wissenschaftlich bewerten und daraus Empfehlungen für die Anforderungen an die Sanierungstechnologien ableiten.

 

Hintergrund

Die Wasserinfrastruktur ist vergleichsweise langlebig. Ein großer Teil des heutigen Trinkwassernetzes wurde in den 1950er und 1960er Jahren erstellt bzw. zum letzten Mal grundhaft erneuert. Diese Generation der Rohrleitungen hat bald die durchschnittliche Nutzungsdauer von 62 Jahren erreicht. Das heißt: In den kommenden Jahren müssen mindestens 47.000 Kilometer oder 11 Prozent des gesamten Netzes erneuert bzw. saniert werden.

Um zu wissen, welche Leitungsabschnitte betroffen sind, müssen die Wasserversorger die Tragfähigkeit und die verbleibende Nutzungsdauer der Leitungen bewerten und Schwachstellen möglichst exakt lokalisieren. Denn mit Verfahren zur punktgenauen Sanierung ließe sich der Aufwand deutlich verringern. Für die Betreiber ist es somit essenziell, welche aktuellen zerstörungsfreien Prüfverfahren für die Inspektion der Leitungen geeignet sind ebenso wie die Frage, welche innovativen Verfahren für die Sanierung in Frage kommen. Und wie sind derzeit die Entwicklungstrends im Bereich Sanierung und ihr Reifegrad zu bewerten? Genau diese Fragen möchten die Forscher:innen der DVGW-Institute mit dem Projekt INNO-SANITECH beantworten.

 

Ansprechpartnerin
Bei Fragen zum Forschungsprojekt wenden Sie sich bitte an:
Dr. Julia Rinck
Hauptgeschäftsstelle / Technologie und Innovationsmanagement

Telefon+49 228 91 88-221