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Der Volvo FH LNG erzielt eine Reichweite von bis zu 1.000 km.

01. Oktober 2020

LNG-Konzepte Baden-Württemberg

LNG-Nutzungs- und Bereitstellungskonzepte für Süddeutschland am Beispiel Baden-Württembergs unter Einbindung von regionalen Energieversorgern und Stadtwerken (G 201619)
© Volvo Truck Corporation
Forschungsprojekt
Projektbeschreibung

Projektlaufzeit: 08.2016 - 11.2020

Projektstatus: abgeschlossen

Förderkennzeichen: G 201619

Ziele und Methodik

Im Projekt LNG-Konzepte Baden-Württemberg wurde der Einsatz von Flüssigerdgas (LNG) ökonomisch und ökologisch bewertet. Zusätzlich wurden mithilfe einer Markt- und Potenzialanalyse die für Baden-Württemberg relevanten Anwendungsfelder analysiert und strategisch interessante Landkreise identifiziert. Für die ökonomische und ökologische Bewertung verschiedener Bereitstellungsoptionen wurden der LNG-Import aus Übersee über das Import-Terminal in Rotterdam, die regionale Verflüssigung aus dem Pipelinenetz sowie die lokale Verflüssigung an Biogas- und Power-to-Gas-Anlagen näher betrachtet.

 

Hintergrund und Ergebnisse

In Deutschland gewinnt verflüssigtes Erdgas oder LNG (engl. liquefied natural gas) sowohl zur Diversifizierung der Erdgasversorgung als auch zur Nutzung im Mobilitätssektor als alternativer Kraftstoff für schwere Nutzfahrzeuge zunehmend an Bedeutung. Die Versorgung deutscher LNG-Abnehmer erfolgt derzeit überwiegend auf dem Seeweg und über die LNG-Terminals der Nachbarländer, wie z. B. das niederländische Terminal „GATE“ in Rotterdam oder das belgische LNG-Importterminal in Zeebrugge. Von dort werden die  kleineren Bedarfsmengen zu den jeweiligen Verteilzentren oder Endanwendungen weitertransportiert. Dieser "klassische" LNG-Transport konkurriert zunehmend mit weiteren möglichen Versorgungskonzepten, wie zum Beispiel der regionalen Verflüssigung von Erdgas aus dem Pipelinenetz oder der lokalen Verflüssigung von Gasen aus erneuerbaren Quellen.

Im Forschungsvorhaben LNG-Konzepte Baden-Württemberg wurden verschiedene LNG-Versorgungskonzepte untersucht und ökonomisch bewertet. Ebenso wurde das Klimaschutzpotenzial der LNG-Quellen mit herkömmlichen Dieselkraftstoffen verglichen. Die Auswertung zeigte, dass sich "grünes" LNG aus lokalen Biogasanlagen bei einem hohen CO2-Preis zu einer Alternative zu fossilen Kraftstoffen entwickeln könnte. Im Vergleich zu einem konventionellen Diesel-Lkw können mit Bio-LNG betriebenen Fahrzeuge fast die Hälfte der CO2-EMissionen eingespart werden. Die Ergebnisse sollen Stadtwerken, regionalen Energieversorgern und  potenziellen Anwendern eine Hilfestellung für zukünftige strategische Entscheidungen geben.

 

Ansprechpartner
Bei Fragen zum Forschungsprojekt wenden Sie sich bitte an folgenden Ansprechpartner
Dr. Michael Walter
Hauptgeschäftsstelle / Technologie und Innovationsmanagement

Telefon+49 228 91 88-845
Forschung zum Thema Mobilität mit Gas