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Schematische Darstellung einer Wasserzähleranlage

Hausanschlussraum

An der Hauptabsperreinrichtung (HAE) endet die Zuständigkeit des Wasserversorgers. Diese Übergabestelle ist entweder im Hausanschlussraum oder im Anschlussschacht auf dem Grundstück zu finden. Hier finden Sie typische Bauteile in einem Hausanschlussraum. Einige Bauteile sind optional und deshalb nicht überall zu finden.

Wasserzählanlage; © DVGW
Hauptabsperreinrichtung (HAE)

Zweck, Technik und Wartung

Die Hauptabsperreinrichtung wird zur Absperrung der Wasserzufuhr für das gesamte Haus eingesetzt. Dies kann z.B. bei einem Wasserrohrschaden, bei Bauarbeiten an der Trinkwasser-Installation oder bei längerer Abwesenheit der Bewohner notwendig werden. Daher sollten alle Bewohner des Hauses wissen, wo diese Hauptabsperreinrichtung ist und wie sie aussieht. Wohnungsbewohner sollten sich zusätzlich informieren, ob ihre Wohnung über eine eigene Absperreinrichtung verfügt. Wenn ein Wasserzähler für die Wohnung vorhanden ist, ist dies meist der Fall. Fehlt die Absperreinrichtung am Wasserzähler in der Wohnung, muss sie nachgerüstet werden.

Das können Sie tun: Reinigung und Inspektion

Schließen und öffnen Sie mindestens alle sechs Monate einmal die Absperrvorrichtung und achten dabei darauf, ob Wasser ausläuft. So wird die Armatur „gängig“ und dicht gehalten. Öffnen oder schließen Sie die Hauptabsperreinrichtung immer vollständig und vermeiden Sie Mittelstellungen. So bleibt die Absperrvorrichtung funktionsfähig. Wenn Sie länger abwesend sind (z.B. Urlaub), sperren Sie das Wasser ab, um mögliche Schäden durch Wasser oder Wasserverlust zu vermeiden. Beachten Sie die Hinweise zur Reinigung und Inspektion von Bauteilen der Trinkwasser-Installation.

Da müssen Fachleute ran:

Die Hauptabsperreinrichtung kann sich auch an Grundstücksgrenzen, in Wasserzählerschächten oder anderen Bereichen außerhalb des Gebäudes befinden. Wenn sie schwer zugänglich ist, sollte für die Inspektion und Wartung ein Vertragsinstallationsunternehmen (ein zugelassenener Fachbetrieb) beauftragt werden.

Einbau, Reparatur und Ausbau des Bauteils darf nur durch einen zugelassenen Fachbetrieb* erfolgen: Informationen zu Einbau und Wartung von Bauteilen in der Trinkwasser-Installation.

Wem gehört die Hauptabsperreinrichtung?

Die Technischen Anschlussbedingungen der örtlichen Wasserversorger regeln, ob die HAE zur Kundenanlage gehört oder ob sie im Eigentum des Wasserversorgungsunternehmens steht. Oftmals fällt sie in den Zuständigkeitsbereich des Versorgers. Informieren Sie sich hierüber bei Ihrem Wasserversorgungsunternehmen.

Wasserzähler und Wasserzählerbügel
Zeichnung eines Wasserzählers mit Zählwerk
Wasserzähler mit Zählwerk © DVGW

Zweck, Technik und Wartung

Der Wasserzähler dient der Mengenmessung des aus der öffentlichen Trinkwasserversorgungsanlage entnommenen Trinkwassers. Dies ist Grundlage für die Abrechnung. Typische Hauswasserzählergrößen, z. B. in Einfamilienhäusern tragen die Kennzeichnung Q3 = 4 m3/h (Kennzeichnung seit 2016) oder Qn = 2,5 m3/h (ältere Kennzeichnung). Diese Angaben kennzeichnen den Nenndurchfluss von Wasserzählern. Der Nenndurchfluss ist der halbe Wert des maximalen Durchflusses. Der Wasserzähler liegt im Verantwortungsbereich des Wasserversorgungsunternehmens (WVU). Die Messgenauigkeit von Wasserzählern ist im Mess- und Eichgesetz (MessEG) festgelegt.

Vor und hinter dem Wasserzähler muss jeweils eine Absperrarmatur eingebaut sein. Zusätzlich muss hinter dem Wasserzähler ein Rückflussverhinderer eingebaut sein. Für eine einwandfreie Montage des Wasserzählers wird ein Wasserzählerbügel mit ggf. längenveränderlichem Ein- und Ausbaustück benötigt.

Das können Sie tun:

Eine Inaugenscheinnahme (Inspektion) des Wasserzählers sollte regelmäßig, mindestens aber jährlich erfolgen. Wird nirgendwo Wasser entnommen, sollte sich der Wasserzähler auch nicht bewegen. Haben Sie Zweifel an der Messrichtigkeit des Wasserzählers, können Sie bei Ihrem Wasserversorger eine Befundprüfung beauftragen. Beachten Sie die Hinweise zur Reinigung und Inspektion von Bauteilen der Trinkwasser-Installation.

Da müssen Fachleute ran:

Einbau, Reparatur und Ausbau des Bauteils darf nur durch einen zugelassenen Fachbetrieb erfolgen. Fehlen eine der Sicherheitseinrichtungen oder der Wasserzählerbügel, müssen sie nachgerüstet werden:  Informationen zu Einbau und Wartung von Bauteilen in der Trinkwasser-Installation.

Eichgültigkeit von Wasserzählern

Der Austausch des Wasserzählers erfolgt mit Ablauf der Eichgültigkeit. Die Eichfrist von Wasserzählern für kaltes Trinkwasser beträgt sechs Jahre. Es ist durchaus möglich, dass ein Wasserzähler länger als sechs Jahre eingebaut ist. Die Verlängerung der Eichfrist ist nach Mess- und Eichgesetz möglich, wenn nachgewiesen wurde, dass die Wasserzähler auch nach längerer Zeit richtig messen. Verantwortlich ist Ihr Wasserversorgungsunternehmen, da ihm der Wasserzähler gehört.

Absperrarmatur und kontrollierbarer Rückflussverhinderer

Zweck, Technik und Wartung

Die Absperrarmatur bildet zusammen mit dem kontrollierbaren Rückflussverhinderer eine wichtige Sicherungseinrichtung. Sie verhindert, dass Wasser aus Ihrem Haus zurück in das Netz der öffentlichen Trinkwasserversorgung fließt. Ist sie noch nicht vorhanden, müssen die fehlenden Teile nachgerüstet werden. Der Rückflussverhinderer verfügt über eine Prüföffnung. An ihr können Fachbetriebe Trinkwasser-Proben entnehmen. Die Absperrarmatur und der kontrollierbare Rückflussverhinderer können als einzelne Bauteile oder als kombiniertes Bauteil eingebaut werden. Die Kombination wird als KFR-Ventil bezeichnet, eine Abkürzung von "Kombiniertes Freistromventil mit Rückflussverhinderer". 

Das können Sie tun: Reinigung und Inspektion

Schließen und öffnen Sie mindestens alle sechs Monate einmal die Absperrvorrichtung und achten dabei darauf, ob Wasser ausläuft. So wird die Armatur „gängig“ und dicht gehalten. Öffnen oder schließen Sie die Absperrarmatur immer vollständig und vermeiden Sie Mittelstellungen. So bleibt die Absperrvorrichtung funktionsfähig. Beachten Sie die Hinweise zur Reinigung und Inspektion von Bauteilen der Trinkwasser-Installation.

Da müssen Fachleute ran:

Der kontrollierbare Rückflussverhinderer muss mindestens alle 12 Monate gewartet werden. Einbau, Reparatur und Ausbau des Bauteils darf nur durch einen zugelassenen Fachbetrieb* erfolgen: Informationen zu Einbau und Wartung von Bauteilen in der Trinkwasser-Installation.

Mechanischer Filter
Technische Zeichnung eines mechanischen Wasserfilters
Mechanischer Wasserfilter © DVGW

Zweck, Technik und Wartung

In jeder Trinkwasser-Installation muss unmittelbar hinter der Wasserzähleranlage ein mechanischer Filter eingebaut sein. Der Filter verhindert, dass Feststoffe größer als 80 Mikrometer in die Trinkwasser-Installation geschwemmt werden und zu Korrosion oder Fehlfunktionen mechanischer Bauteile führen (zum Vergleich: Ein normales Blatt Papier ist 80 Mikrometer dick). Es gibt rückspülbare und nicht rückspülbare Filter. Letztere sind mit einem austauschbaren Filtereinsatz ausgestattet.

Das können Sie selbst tun:

Mechanische Filter müssen mindestens halbjährlich inspiziert und gewartet werden. Schauen Sie sich Ihren mechanischen Filter genau an und prüfen Sie ihn auf Auffälligkeiten, z. B. Wasseraustritt oder sichtbaren Schmutz. Die Wartung der mechanischen Filter dürfen Sie nach Herstelleranleitung selbst vornehmen. Bei der Wartung des rückspülbaren Filters muss dieser lediglich gespült werden. Bei nicht rückspülbaren Filtern muss der Filtereinsatz ausgetauscht werden. Beim Wechsel des Filtereinsatzes arbeiten Sie direkt an Ihrem Trinkwasser. Lesen Sie daher vorher die Einabauanleitung und die Herstellerangaben und achten Sie auf Sauberkeit! Sie können den Filtereinsatz auch durch einen Fachbetrieb wechseln lassen. Beachten Sie die Hinweise zur Reinigung und Inspektion von Bauteilen der Trinkwasser-Installation.

Da müssen Fachleute ran:

Einbau, Reparatur und Ausbau des Bauteils darf nur durch einen zugelassenen Fachbetrieb* erfolgen: Informationen zu Einbau und Wartung von Bauteilen in der Trinkwasser-Installation.

Weitere Infos zu mechanischen Filtern

Unsere twin Nr. 7 (Informationen des DVGW zur Trinkwasser-Installation) gibt die Informationen zu Funktionsweise und Wartungsintervallen von mechanisch wirkenden Filtern.

Druckminderer

Zweck, Technik und Wartung

Im Wasserversorgungsnetz sorgt großer Wasserdruck dafür, dass das Trinkwasser über große Entfernungen zu den angeschlossenen Gebäuden gelangt. Dieser hohe Wasserdruck kann die Armaturen und Geräte in der Hausinstallation schädigen. Ist der Versorgungsdruck größer oder gleich 5 bar (das entspricht dem Druck einer Wassersäule von 50 m), werden Druckminderer zur Druckminderung des Versorgungsdruckes eingesetzt. Sie gleichen auch Druckschwankungen aus und sorgen für den richtigen Anschlussdruck an den Entnahmestellen, z. B. der Dusche. Druckminderer sind in der Regel an zentraler Stelle einzubauen, d. h. unmittelbar nach dem mechanischen Filter. Es gibt auch Bauteilkombinationen aus mechanischem Filter und Druckminderer. Jeder Druckminderer muss nach den spezifischen Anforderungen vor Ort ausgewählt werden (Versorgungsdruck, Durchfluss, angeschlossene Apparate).

Das können Sie tun: Reinigung und Inspektion

Eine Inaugenscheinnahme (Inspektion) des Druckminderers sollte regelmäßig, mindestens aber jährlich erfolgen. Beachten Sie die Hinweise zur Reinigung und Inspektion von Bauteilen der Trinkwasser-Installation.

Da müssen Fachleute ran:

Der Druckminderer muss alle zwölf Monate gewartet werden. Einbau, Reparatur und Ausbau des Bauteils darf nur durch einen zugelassenen Fachbetrieb* erfolgen: Informationen zu Einbau und Wartung von Bauteilen in der Trinkwasser-Installation.

Enthärter (Kationenaustauscher)
Technische Zeichnung einer Wasserenthärtungsanlage
Enthärtungsanlagen sind bei weichem Wasser nicht notwendig © DVGW

Zweck, Technik und Wartung

Eine Enthärtungsanlage entfernt die Härtebildner (Kalk) aus dem Trinkwasser. Ausgefällter Kalk besteht aus Calcium- und Magnesiumcarbonat. Calcium und Magnesium sind wichtige Mineralien für den Körper. Aus gesundheitlichen Gründen muss Kalk nicht entfernt werdenWeitere Informationen zur Wasserhärte.

Ab einem gewissen Härtegrad empfiehlt die DIN 1988-200 eine Enthärtung des Trinkwassers, das über 60 °C erwärmt wird, um unerwünschte Kalkausfällungen wie Kalkflecken und Kalkrückstände vor allem in Rohren und Trinkwassererwärmern zu reduzieren (s. auch twin Nr. 7 unten). Die Gründe sind rein technischer Natur, um die Nutzungsdauer von Leitungen und Trinkwassererwärmern zu verlängern.

Bei Kationenaustauschern (Ionenaustauschern) werden die Härtebildner Calcium und Magnesium gegen Natrium (Salzzugabe) ausgetauscht. Es handelt sich also um eine echte Enthärtung des Trinkwassers. Dieser Austausch ist nur bis zur Erreichung des Grenzwertes von 200 mg Natrium pro Liter Trinkwasser nach Trinkwasserverordnung (TrinkwV) erlaubt, da der Grenzwert nicht überschritten werden darf. Ein Grad deutscher Härte pro Liter entspricht 8,2 Milligramm Natriumionen. Die verwendeten Aufbereitungsstoffe (Salztabletten) müssen § 11 der Trinkwasserverordnung entsprechen. Durch die erhöhte Salzkonzentration können metallene Werkstoffe gegebenenfalls schneller korrodieren. Die Zugabe von Chemikalien zur Korrosionsverhinderung ist in diesen Fällen notwendig. Dazu werden Dosiergeräte eingesetzt.

Für die Nutzung von Trinkwasser zum Trinken und zur Zubereitung von Speisen ist es besser, unbehandeltes, d.h. nicht enthärtetes Trinkwasser zu verwenden. Deswegen empfiehlt es sich, enthärtetes Wasser nur für Installationsabschnitte mit Trinkwassererwärmern zu verwenden, sofern nicht die gesamte Installation vom Kalkausfall in Rohrleitungen betroffen ist.

Haushaltsgeräte, die Wasser erwärmen, wie Geschirrspülmaschine oder Waschmaschine, müssen auch bei höheren Härtegraden nicht unbedingt mit enthärtetem Wasser betrieben werden. Waschmaschinen werden über die richtige Waschmitteldosierung nach Herstellerangaben zuverlässig entkalkt. Die meisten Geschirrspülmaschinen verfügen über eine eigene, integrierte Enthärtungsanlage, in der Regeneriersalz zugegeben und damit das Wasser enthärtet wird.

Das können Sie tun: Reinigung und Inspektion

Lassen Sie sich durch das mit der Montage beauftragte Fachunternehmen in der Bedienung der Anlage unterweisen. Ionenaustauscher (echte Enthärter) müssen spätestens alle zwei Monate inspiziert werden. Schauen Sie sich Ihre Anlage genau an und prüfen Sie die Vorräte der Salztabletten. Beachten Sie die Hinweise zur Reinigung und Inspektion von Bauteilen der Trinkwasser-Installation

Da müssen Fachleute ran:

Die Wartung der Enthärtungsanlagen hat alle sechs Monate zu erfolgen. Einbau, Reparatur und Ausbau des Bauteils darf nur durch einen zugelassenen Fachbetrieb* erfolgen: Informationen zu Einbau und Wartung von Bauteilen in der Trinkwasser-Installation.

Dosiergerät

Zweck, Technik und Wartung

Dosiergeräte geben Chemikalien an das Trinkwasser ab. Die Chemikalienzugabe kann in manchen Fällen notwendig werden. Darunter fällt die Härtestabilisierung und der Korrosionsschutz.

  • Durch Zugabe von Polyphosphaten können die Härtebildner Calcium und Magnesium im erwärmten Zustand für eine gewisse Zeit stabilisiert werden, so dass sie nicht als unerwünschter Kalk ausfallen können
  • Durch Zugabe von phosphat- und silikathaltigen Mineralien kann die Korrosion metallener Werkstoffe verhindert werden

Die Einsatzmöglichkeiten und die zu verwendenden Chemikalien werden in der twin Nr. 7 (Informationen des DVGW zur Trinkwasser-Installation) beschrieben.

Das können Sie tun: Reinigung und Inspektion

Lassen Sie sich durch das mit der Montage beauftragte Fachunternehmen in der Bedienung der Anlage unterweisen und schauen Sie sich Ihr Dosiergerät alle zwei Monate genau an. Achten Sie auf eine ausreichende Bevorratung der zu dosierenden Chemikalien. Beachten Sie die Hinweise zur Reinigung und Inspektion von Bauteilen der Trinkwasser-Installation

Da müssen Fachleute ran:

Die Wartung der Dosiergeräte hat alle sechs Monate zu erfolgen. Wartung, Einbau, Reparatur und Ausbau des Bauteils darf nur durch einen zugelassenen Fachbetrieb* erfolgen: Informationen zu Einbau und Wartung von Bauteilen in der Trinkwasser-Installation.

Kalkschutzgerät

Zweck, Technik und Wartung

Eine Alternative zu Enthärtungsanlagen sind Kalkschutzgeräte. Beachten Sie bitte die allgemeinen Hinweise zur  Wasserenthärtung bei den Enthärtungsanlagen!
Kalkschutzgeräte verändern die chemische Zusammensetzung des Trinkwassers nicht, enthärten das Wasser also nicht. Es werden mikroskopisch kleine Impfkristalle gebildet, die aufgrund ihrer sehr großen Oberfläche die Anlagerung von Härtebildnern begünstigen und so die Kalkausfällung verringern. Die Wirksamkeit von Kalkschutzgeräten wird durch eine DVGW-Zertifzierung bestätigt.

Das können Sie tun: Reinigung und Inspektion

Lassen Sie sich durch das mit der Montage beauftragte Fachunternehmen in der Bedienung der Anlage unterweisen. Das Inspektionsintervall von Kalkschutzgeräten entnehmen Sie bitte den Herstellerangaben. Beachten Sie die Hinweise zur Reinigung und Inspektion von Bauteilen der Trinkwasser-Installation

Da müssen Fachleute ran:

Das Intervall für die Wartung des Kalkschutzgeräts entnehmen Sie bitte den Herstellerangaben. Einbau, Reparatur und Ausbau des Bauteils darf nur durch einen zugelassenen Fachbetrieb* erfolgen: Informationen zu Einbau und Wartung von Bauteilen in der Trinkwasser-Installation.

Weitere Infos zu Enthärtern, Dosieranlagen und Kalkschutzgeräten

Unsere twin Nr. 7 (Informationen des DVGW zur Trinkwasser-Installation) gibt Informationen zu Funktionsweisen und Wartungsintervallen von Enthärtern, Dosieranlagen und Kalkschutzgeräten und informiert Sie, ab welchem Härtegrad die DIN 1988-200 eine Enthärtungsanlage empfiehlt.

Absperrarmatur (Wartungsarmatur)

Zweck, Technik und Wartung

Absperrarmaturen (Wartungsarmaturen) werden eingesetzt, um die Wasserzufuhr für die Durchführung von Wartungen und Arbeiten an der Trinkwasser-Installation abschnittswiese abzusperren, z. B. bei Erweiterung oder Reparatur. Zusätzlich zu den Absperrarmaturen links und rechs von der Wasserzählanlage sind weitere Absperrarmaturen in der Trinkwasser-Installation verbaut.  
Die Integration zusätzlicher Absperrbereiche erleichtert die Absperrung von Teilbereichen der Trinkwasser-Installation und erhöht damit die Versorgungssicherheit. Denn so kann z.B. das Bad weiter benutzt werden, während in der Küche an der Installation gearbeitet wird.  Absperr- und Wartungsarmaturen gibt es für Aufputz- und Unterputz-Anwendungen. Bei Unterputz-Armaturen verschwindet ein Teil der Armatur in der Wand.

Das können Sie tun: Reinigung und Inspektion

Schließen und öffnen Sie mindestens alle sechs Monate einmal die Absperrvorrichtung und achten dabei darauf, ob Wasser ausläuft. So wird die Armatur „gängig“ und dicht gehalten. Öffnen oder schließen Sie die Absperrarmatur immer vollständig und vermeiden Sie Mittelstellungen. So bleibt die Absperrvorrichtung funktionsfähig. Beachten Sie die Hinweise zur Reinigung und Inspektion von Bauteilen der Trinkwasser-Installation.

Da müssen Fachleute ran:

Einbau, Reparatur und Ausbau des Bauteils darf nur durch einen zugelassenen Fachbetrieb* erfolgen: Informationen zu Einbau und Wartung von Bauteilen in der Trinkwasser-Installation.

Leitungen

Zweck, Technik und Wartung

Die Leitungen verteilen das Trinkwasser im gesamten Gebäude. Sie können unverdeckt auf dem Putz liegen oder verdeckt bzw. unter Putz liegen: Worauf muss beim Einbau von Trinkwasserleitungen besonders geachtet werden?

Das können Sie tun: Reinigung und Inspektion

Eine Inaugenscheinnahme einsehbarer Teile der Leitungsanlage sollte mindestens jährlich erfolgen. Achten Sie auf ggf. vorliegende Korrosionserscheinungen oder Wasserschäden. In diesen Fällen sollten Sie die Wasserzufuhr möglichst sofort unterbrechen und den Fehler beheben lassen. Beachten Sie die Hinweise zur Reinigung und Inspektion von Bauteilen der Trinkwasser-Installation.

Da müssen Fachleute ran:

Einbau, Reparatur und Ausbau von Leitungen und Bauteilen dürfen nur durch einen zugelassenen Fachbetrieb* erfolgen: Informationen zu Einbau und Wartung von Bauteilen in der Trinkwasser-Installation.

Weitere Infos zu mechanischen Filtern, Dosieranlagen, Kalkschutzgeräten und Ionenaustauschern
In unserer twin Nr. 7 (Informationen des DVGW zur Trinkwasser-Installation) finden Sie Informationen zu Funktionsweise und Wartungsintervallen dieser Geräte.

* Zugelassener Fachbetrieb

Es dürfen nur Fachbetriebe Arbeiten an der Trinkwasser-Installation durchführen, die in ein Installateurverzeichnis eines Wasserversorgungsunternehmens eingetragen sind. Ihr zuständiger Wasserversorger erteilt Auskunft über zugelassene und qualifizierte Installationsunternehmen. Siehe auch die Frage: "Wie finde ich zugelassene Installationsunternehmen?" in unseren Häufig gestellten Fragen.