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18. Dezember 2018

Gekoppelte Netze als Drehscheibe für eine integrierte Energiewelt der Zukunft

Publikation zeigt Potenziale der Gasinfrastruktur für ein stabiles, resilientes Energieversorgungssystem auf
Klimaschonende Kraftstoffe; © Foto: DVGW, Roland Horn

Ein zentrales Element für das Erreichen der Klimaziele und für eine erfolgreiche Fortsetzung der Energiewende ist die Sektorkopplung – die energietechnische Verknüpfung von Strom, Wärme, Mobilität und industriellen Prozessen sowie deren Infrastrukturen. Laut einer Leitstudie der Deutschen Energieagentur birgt die Sektorkopplung ein volkswirtschaftliches Nutzenpotenzial von bis zu 600 Milliarden Euro.

Eine wichtige Rolle spielt dabei die Verknüpfung der Strominfrastruktur mit der Gasinfrastruktur. Dadurch entsteht nicht nur eine bessere Integration erneuerbarer Energieträger, sondern ein optimiertes Energieversorgungssystem, das den Prämissen von Wirtschaftlichkeit, Nachhaltigkeit und Versorgungssicherheit gerecht wird.

BDEW und DVGW haben in der neuen Publikation „Infrastrukturen verbinden“ zentrale Erkenntnisse und Botschaften für ein Zusammendenken der Infrastrukturen ausgearbeitet. Sie erläutert die Rolle der Gasinfrastruktur für ein stabiles, resilientes Energieversorgungssystem der Zukunft. Darüber hinaus führt die Broschüre die Ergebnisse aktueller wissenschaftlicher Studien zur Bedeutung von Power-to-Gas für die Kopplung von Strom- und Gasnetzen zusammen. Die Nutzung von zunehmend regenerativ erzeugtem Gas ist demnach langfristig volkswirtschaftlich günstiger als eine Vollelektrifizierung.

Gase und Gasinfrastrukturen sind durch ihr hohes Dekarbonisierungspotenzial notwendige Bestandteile eines auf erneuerbaren Energien basierenden Energiesystems der Zukunft. Zu den zentralen Forderungen der Verbände in der Publikation gehört daher ein klares politisches Bekenntnis zu Gas sowie ein Ordnungsrahmen, der den Betrieb der Gasinfrastruktur auch weiterhin langfristig ermöglicht.