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Ingenieurin mit Helm und Warnweste steht an Talsperre und prüft Daten auf ihrem Tablet

19. März 2026

Resiliente Wasserversorgung braucht Forschung, Vorsorge und Förderung

DVGW zum Weltwassertag 2026
Ingenieurin prüft Daten eines Wasserspeichers; © iStock.com/Daniel Balakov

Am kommenden Sonntag ist Weltwassertag. Er steht in diesem Jahr unter dem Motto „Water and Gender“ und macht deutlich: Der Zugang zu Wasser ist eine Grundvoraussetzung für soziale Gerechtigkeit und Chancengleichheit. Eine sichere und hochwertige Wasserversorgung muss - unabhängig vom Geschlecht - selbstverständlich sein.  

Der DVGW Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches arbeitet gemeinsam mit den Versorgungsunternehmen daran, diese für Gesellschaft und Wirtschaft unverzichtbare Ressource dauerhaft zu schützen und die Weichen für eine robuste Wasserzukunft zu stellen. Denn die Branche in Deutschland steht vor tiefgreifenden Herausforderungen. Steigende Anforderungen an Versorgungssicherheit, Netzinfrastruktur und Gewässerschutz im Klimawandel verlangen entschlossenes Handeln. Zugleich gewinnt die Fachkräftesicherung weiter an Bedeutung – ebenso wie die stärkere Aktivierung von Frauen für technische Berufe, die für die Zukunftsfähigkeit der Wasserwirtschaft unverzichtbar sind.

Klimawandel und Resilienz der Wasserressourcen 

Hitze- und Trockenperioden, regional sinkende Grundwasserstände und Nutzungskonkurrenzen verstärken den Druck auf die Ressource Wasser. Mit neuen Technischen Regeln, Forschung zu resilienter Ressourcenbewirtschaftung und Leitfäden für regionale Kooperationen stärkt der DVGW die Handlungsfähigkeit und Planungssicherheit der Branche.

Schutz der Wasserressourcen vor neuen Stoffeinträgen 

Nitrat, PFAS, Pflanzenschutzmittel und Arzneimittelrückstände geraten zunehmend in den Blick. Der DVGW setzt sich für einen vorsorgenden Gewässerschutz ein und fordert strengere Eintragskontrollen und klare regulatorische Rahmenbedingungen – damit Verursacher künftig stärker zur Verantwortung gezogen werden können.  

Digitalisierung und Effizienz im Asset-Management 

Moderne Monitoring-Systeme, KI-gestützte Netzüberwachung und digitale Zwillinge eröffnen neue Möglichkeiten in Planung, Betrieb und Instandhaltung. Der DVGW entwickelt Standards und wissenschaftlich fundierte Ansätze, die Versorgern helfen, diese Technologien sicher, effizient und wirtschaftlich einzusetzen.

Fachkräftesicherung und Aktivierung von Frauen 

In den aktuell 24 DVGW‑Berufs- und Hochschulgruppen wird der technisch-gewerbliche und akademische Nachwuchs bereits während der Ausbildung durch Praxiskontakte zu über 4.000 DVGW‑Mitgliedsunternehmen begleitet. Kostenfreie Förderangebote wie das verbandsübergreifende Mentoring-Programm oder die Teilnahme an Fachtagungen und Kongressen schaffen zusätzliche Räume für Wissensaustausch und den Aufbau beruflicher Netzwerke. Seit der Gründung des „Jungen DVGW“ im Jahr 2024 und mit den darauf abgestimmten zielgruppenorientierten Formaten verzeichnet der DVGW eine stabile Mitgliederentwicklung bei den unter 36‑Jährigen. Besonders erfreulich: Der Anteil engagierter junger Frauen wächst kontinuierlich und liegt inzwischen bei 20 Prozent dieser Altersgruppe.

 

Wolf Merkel, Vorstand Wasser des DVGW, unterstreicht: „Die Anforderungen an eine sichere und qualitativ hochwertige Trinkwasserversorgung steigen stetig. Trotz aller Herausforderungen bleibt die Branche handlungsfähig: Mit starken Technischen Regeln, wissenschaftlicher Expertise und strategischer Kompetenz schaffen wir die Grundlage für eine zukunftsfeste Versorgung. Gleichzeitig leistet der DVGW mit der gezielten Förderung junger Fachkräfte einen wichtigen Beitrag zur langfristigen Stabilität der Energie- und Wasserwirtschaft. Diesen Weg werden wir konsequent weitergehen – damit die Versorgung mit hochwertigem Wasser resilient, nachhaltig und für alle Menschen in Deutschland verlässlich bleibt.“ 

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