Power to Gas: Schlüsseltechnologie der Energiewende

Um erneuerbare Energie über längere Zeiträume zu speichern, gibt es bereits eine technische und wirtschaftliche Lösung: Sogenannte Power to Gas-Anlagen. Mit dieser Technologie wird der Ökostrom durch Elektrolyse in Wasserstoff (bzw. Methan) umgewandelt und in bestehenden Gasinfrastrukturen gespeichert, transportiert und bedarfsgerecht wieder bereitgestellt.

Power to Gas: Erdgasauto; © Foto: DVGW, Roland Horn

Power to Gas

Die Zukunftstechnologie der Energiewirtschaft

Power to Gas ist das zentrale Kopplungselement zwischen Strom- und Gasinfrastruktur. Die strombasierte, CO2-freie Erzeugung von Gasen wie Wasserstoff bzw. Methan erlaubt es, den Anteil erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung und an der Energieversorgung insgesamt gleichermaßen zu steigern. Für die saisonale Speicherung von Energie ist die Nutzung von PtG-Technologien heute nahezu alternativlos.
Power to Gas ist das zentrale Kopplungselement zwischen Strom- und Gasinfrastruktur. Die strombasierte, CO2-freie Erzeugung von Gasen wie Wasserstoff bzw. Methan erlaubt es, den Anteil erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung und an der Energieversorgung insgesamt gleichermaßen zu steigern. Für die saisonale Speicherung von Energie ist die Nutzung von PtG-Technologien heute nahezu alternativlos.
Strom aus erneuerbaren Energien speicherbar machen

Klimaschutz und Energiewende werden die Energielandschaft Deutschlands nachhaltig verändern. Mit der kontinuierlichen Steigerung von erneuerbaren Energien nicht nur im Stromnetz wird die Frage nach vollständiger effizienter Nutzung dieser Energien immer wichtiger. Die größte Herausforderung dabei ist es, Angebot und Nachfrage von Energie in Einklang zu bringen. Mit Power to Gas wird die im Stromsektor gewonnene erneuerbare Energie in großer Menge speicherbar gemacht und kann als Gas flexibel weiterverwendet werden. Die Methode ist daher die Zukunftstechnologie der Energiewirtschaft.

Die systemischen Vorteile des Einsatzes von PtG (physikalisch-technische Speicherbarkeit, vorhandene Gasnetz- und Speicherinfrastruktur) entlasten den klassischen Stromsektor durch mehr Flexibilität und führen zu Kostendämpfungen in den zu erschließenden Sektoren.

Schon jetzt ist es möglich, in Deutschland etwa 200 Terawattstunden Energie in unterirdischen Gasspeichern zu lagern – dies entspricht in etwa der 23.000-fachen Kapazität eines hochmodernen Pumpspeicherkraftwerks.

Power to X-Technologien

Power to Gas war die erste der sogenannten Power to X-Technologien. Nach diesem Prinzip werden Technologien benannt, bei denen temporäre oder örtliche Stromüberschüsse (Power) in eine andere Energieform (X) umgewandelt werden. Bei Power to Gas wird die erneuerbare Energie durch Elektrolyse in Wasserstoff oder synthetisches Methan umgewandelt. Auch bei Power to Liquids ist die Elektrolyse die Basistechnologie. Power to heat wandelt den Strom in Wärme.

Alle Power to X-Technologien verfügen über unterschiedliche Potenziale, was Ihre Leistungsfähigkeiten (Ein- und Ausspeicherleistungen, Geschwindigkeiten, Mengen) angeht. Bei Power to Gas sind sich Fachwelt und Politik einig, dass man diese Technologie in jedem Fall benötigen wird.

Wasserstoff ist ein Energieträger, der im Gegensatz zu fossilen Brennstoffen bei der Verbrennung keine schädlichen Emissionen verursacht. Er lässt sich sowohl lokal aber auch weltweit in großem Maßstab erneuerbar erzeugen. Er kann darüber hinaus auf unterschiedliche Art und Weise gelagert und transportiert werden. Eine bestechend einfache Möglichkeit ist die Einspeisung in bestehende Erdgasinfrastrukturen. Hierdurch wird gewährleistet, dass die so erzeugte Energie bedarfsgerecht weiterverwendet werden kann. Mit seinem Netzwerk aus Forschungsinstituten und Verbänden setzt sich der DVGW für den weiteren Ausbau der Power to Gas-Technologie ein.

Die Power to Gas-Anlagen in Deutschland
Erfahren Sie im Detail, wo Power to Gas-Projekte in Deutschland angesiedelt sind und über welche Kapazität sie verfügen: In fast jedem Bundesland existieren mittlerweile Anlagen, die nach dem Prinzip der Sektorenkopplung arbeiten und erneuerbare Gase produzieren und speichern. Insbesondere mit Hinblick auf den zukünftig steigenden Bedarf an Energie sorgen über 25 Anlagen dafür, dass Deutschland in dieser Schlüsseltechnologie gut aufgestellt ist.
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Gas und Energiewende
Dr. Volker Bartsch
Hauptgeschäftsstelle - Büro Berlin

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Fax+49 30 2 40 83 09-9
Forschung Power to Gas
Hans Rasmusson
Bereich Technologie und Innovationsmanagement

Telefon+49 228 91 88-843