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Gas-Haushaltszähler

Messtechnik, Abrechnung und Digitalisierung der Energiewende

Die Neuregelung des gesetzlichen Messwesens und das Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende führen zu erhöhten Anforderungen an Datenqualität und -sicherheit. Der DVGW begleitet diesen Prozess in der Regelsetzung und mit Informations- und Servicedienstleistungen.

Gas-Haushaltszähler; ©wvgw

Mess- und Eichwesen

Abrechnung

G 685-1 bis G 685-7: Gasabrechnung – Grundlagen der Energieermittlung

Das Arbeitsblatt stellt Anforderungen an die Messung und regelt die Verfahren zur Energieermittlung und Abrechnung von Gasen, die den Anforderungen der DVGW-Arbeitsblätter G 260 „Gasbeschaffenheit“ oder G 262 „Nutzung von Gasen aus regenerativen Quellen in der öffentlichen Gasversorgung“ entsprechen.

Es beschreibt im Detail die Brennwertermittlung, die Ermittlung der Energie auf Basis von Zählerständen bzw. Lastgängen, die Ermittlung von Kompressibilitätszahlen, die Vorgehensweise bei fehlenden, gestörten oder unplausiblen Messwerten, die Nachvollziehbarkeit von Rechnungen und die Differenzwertbildung.

Die Regelungen gelten für alle Marktteilnehmer, die an der Gasabrechnung beteiligt sind. Sie sind spätestens ein Jahr nach der Ermittlung durch den Regelermittlungsausschuss und der darauffolgenden Veröffentlichung im Bundesanzeiger anzuwenden. Ausnahmen sind [...] aufgeführt.
Die Teile 1 bis 7 des DVGW-Arbeitsblattes G 685 wurden durch den Regelermittlungsausschuss (REA) am 22.03.2021 ermittelt. Der diesbezügliche Beschluss liegt nun vor, vgl. Hintergrundinformation „Beschlüsse des 16. Sitzung des Regelermittlungsausschusses vom 22.3.2021“.

Die Veröffentlichung im Bundesanzeiger ist am 21. September 2021 erfolgt. Die Anforderungen der Regelwerksreihe G 685 Teile 1 bis 7 sind damit bis zum 20. September 2022 umzusetzen. Ausnahmen hierzu sind im DVGW-Arbeitsblatt G 685 Teil 1, Abschnitt 1.2 „Übergangsvorschriften“ aufgelistet.

G 685- 1 bis -7 im DVGW-Regelwerk Plus

Gasabrechnung – Grundlagen der Energieermittlung
Gasabrechnung - Volumen im Normzustand
Gasabrechnung – Zählerstandbasierte Energieermittlung (ZBE)
Gasabrechnung – Lastgangbasierte Energieermittlung (LBE)
Gasabrechnung - Kompressibilitätszahl (K-Zahl)
Gasabrechnung – Differenzwertbildung

In­kraft­tre­ten Mess-und Eichgesetz sowie Mess- und Eichverordnung

Das neue Mess-und Eichgesetz sowie die neue Mess- und Eichverordnung traten zum 1. Januar 2015 in Kraft. Durch die Novellierung des Mess-und Eichwesens wurden europäische Regelungen in nationales Recht umgesetzt. Damit einhergehend sind die innerstaatliche Bauartzulassung und die Ersteichung von national geregelten Messgeräten ab dem 1. Januar 2015 durch eine Konformitätsbewertung ersetzt. Die Nacheichung von verwendeten Gasmessgeräten bleibt auch zukünftig den Eichbehörden der Länder bzw. den staatlich anerkannten Prüfstellen vorbehalten.

Durch die Eichbehörden der Länder wurden Fachinformationen zum Mess-und Eichwesen, unter anderem zu dem Thema "Anzeigepflicht nach § 32 MessEG", erarbeitet und sind unter folgenden Links einzusehen:

zur Kommentierung zum § 5 Mess- und Eichverordnung (MessEV)

Messtechnik

Gasmessung: Technische Spezifikation für DSfG-Realisierungen

Gas-Information Nr. 7

Neben redaktionellen Ergänzungen und Korrekturen zeichnet sich die 7. Auflage dieses Dokuments wesentlich aus durch die Erweiterung der Datenelementeliste DFÜ um die Verwaltung von Signaturparametern (z.B. Verfahren und Schlüssel). Eine Handlungsempfehlung für die praktische Verwendung des Signaturverfahrens wurde ebenfalls hinzugefügt. Signaturen werden vorteilhaft benutzt, um eine sichere Datenübertragung von empfindlichen (z.B. geeichten) Datensätzen über ungenügend gesichterte Datenverbindungen zu gewährleisten.

Desweiteren enthält die 7. Auflage dieses Dokuments die Spezifikation und die Datenelementeliste für die Anbindung von Gaszählern mit elektronischer Kommunikationsschnittstelle an die DSfG. Redaktionsschluss für die 7. Auflage war im März 2015. Insbesondere durch die wachsende Bedeutung der sicheren Datenübertragung unter Anwendung des Signaturverfahrens ist die DSfG weiterhin ein wichtiger technischer Standard im deutschen Gasfach. Der inzwischen in den DVGW-Arbeitskreis PK 1.5.2.1 übergegangene Arbeitskreis „DSfG-Pflege“ wird weiterhin seinem Auftrag folgend die Spezifikation der Digitalen Schnittstelle für Gasmeßgeräte auf Basis der technischen Anforderungen der Zukunft auszugestalten.

Technische Spezifikation für DSfG-Realisierungen - Teile 1 bis 3 (Teil 3 aktualisiert im September 2020)

Veranstaltungen zur Messtechnik

Digitalisierung der Energiewende

Anbindung von Gaszählern an das Smart Meter Gateway (SMGW)

Die Anbindung der Gaszähler an aktuell zertifizierte SMGW ist zurzeit nicht möglich. Dadurch werden die Messstellenbetreiber an einem spartenübergreifenden Einsatz der SMGW-Infrastruktur gehindert, und Synergieeffekte können nicht genutzt werden.

Daher bitten DVGW, figawa und grzi in einem gemeinsamen Brief an das Bundeswirtschaftsministerium darum, im Rahmen des Mehrspartenansatzes den Gas-Themen bei der laufenden bzw. anstehenden normativen Gestaltung der SMGW-Nutzung mehr Beachtung zu schenken, um die technische Machbarkeit der Anbindung von Messgeräten und Messsystemen für alle Sparten unmittelbar sicher zu stellen.

Sichere Anbindung von Messeinrichtungen an das Smart Meter Gateway (SMGw) des BSI

Der Einbau intelligenter Messsysteme ist bereits gesetzlich vorgeschrieben. Derzeit herrscht jedoch große Verunsicherung am Markt, weil noch keine entsprechenden Produkte verfügbar sind. Um dieser Planungsunsicherheit entgegen zu wirken und die umfangreichen rechtlichen Vorgaben gerätetechnisch umzusetzen, begleitet der DVGW seit April 2012 intensiv die rechtlichen und technischen Entwicklungen und erarbeitet Lastenhefte für die Anbindung von Verbrauchszählern an die zukünftigen Messsysteme.

Im Mai 2018 veröffentlichten DVGW und FNN eine überarbeitete, gemeinsame technische Spezifikation eines Kommunikationsadapters zur sicheren Anbindung von Gas- und Stromzählern an das SMGw.

Anordnung des Kommunikationsadapters im Messsystem
Anordnung des Kommunikationsadapters im Messsystem © Copyright DVGW

Das Merkblatt G 694 wurde von Fachleuten eines spartenübergreifenden und gemeinsamen DVGW- und FNN-Projektkreises „Kommunikationsadapter“ erarbeitet. Das Merkblatt ist gleichlautend mit dem FNN-/ VDE-Hinweis „Kommunikationsadapter zur Anbindung von Messeinrichtungen an die LMN-Schnittstellen des Smart Meter Gateways (Version 1.0)“.

Der Kommunikationsadapter bindet die MID- und/oder national zugelassenen Zähler sicher entsprechend der Vorgaben der PTB und BSI an das SMGw an. Bild 1 zeigt die Verwendung eines Kommunikationsadapters in einem Messsystem nach Energiewirtschaftsgesetz.

Die optionale Schnittstelle S4 dient der Konfiguration von Adapterparametern und wird nicht für jeden Adapter benötigt.

Es kommen unterschiedliche Varianten von Kommunikationsadaptern zur Anwendung. Diese werden nach ihrer Einsatzart im Zusammenspiel mit Gaszählern und/oder Elektrizitätszählern wie folgt unterschieden:

  • externer Kommunikationsadapter mit Impulseingang
  • externer Kommunikationsadapter mit Datenschnittstelle zum Zähler
  • modularer Kommunikationsadapter mit Datenschnittstelle
  • vollintegrierter Kommunikationsadapter mit optischer Schnittstelle zum LMN
  • vollintegrierter Kommunikationsadapter

Kommunikationsadapter zur Anbindung von Messeinrichtungen an die LMN-Schnittstellen des Smart Meter Gateways
Einführung von Marktlokations-Identifikationsnummern

Durch die Veröffentlichung des Gesetzes zur Digitalisierung der Energiewende (insbesondere Messstellenbetriebsgesetz) ändern sich bestehenden energiewirtschaftliche Prozesse. Davon betroffen sind insbesondere die Prozesse zum Lieferantenwechsel Gas (GeLi Gas) und die Wechselprozesse im Messwesen (WiM).

Der DVGW begleitet diese Prozesse und hat ein Rundschreiben herausgegeben, das sich mit der "Einführung von Marktlokations-Identifikationsnummern zum 01.02.2018" beschäftigt.

Das Rundschreiben steht nur DVGW-Mitgliedern zur Verfügung.

zur Einführung von Marktlokations-Identifikationsnummern zum 01.02.2018

Smart Metering

Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende in Kraft getreten

Das Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende ist am 2. September 2016 in Kraft getreten. Damit wurde die letzte Hürde für den Start des Smart-Meter-Rollouts genommen.

Kern des Artikelgesetzes ist das Gesetz über den Messstellenbetrieb und die Datenkommunikation in intelligenten Energienetzen (Messstellenbetriebsgesetz - MsbG) vom 29. August 2016, das den Einsatz intelligenter Messsysteme sicher und kosteneffizient vorantreiben soll. Damit sind die Rahmenbedingungen für den Smart Meter Rollout gegeben.

Warum braucht es intelligente Messsysteme?

Intelligente Messsysteme (Smart-Metering-Systeme) nehmen bei der Energiewende eine Schlüsselrolle ein. Sie schaffen nicht nur die notwendige Transparenz für den Verbraucher, sondern sorgen auch dafür, dass dieser sich aktiv an der Optimierung des Energieverbrauchs beteiligen kann. Smart Meter können bei Bedarf dem Netzbetreiber wichtige Netzzustandsdaten liefern. Dadurch leisten sie einen wesentlichen Beitrag für die intelligenten Energienetze der Zukunft (Smart Grids).

Ziel ist eine moderne, klimafreundliche, nachhaltige und sichere Energieversorgung für Deutschland. Die zunehmend dezentrale Einspeisung stellt dabei künftige Energieversorgungssysteme vor große Herausforderungen. Zum einen erfolgt die Energieeinspeisung durch erneuerbare Energien zu unvorhersehbaren Zeitpunkten. Zum anderen wird in Zukunft beispielsweise das Aufladen von Elektrofahrzeugen zu bestimmten Tageszeiten erhebliche zusätzliche Spitzenlasten erzeugen. Intelligente Energienetze sollen eine flexiblere Energieversorgung ermöglichen.

Telekom Deutschland GmbH: Umstellung analoger Anschlüsse

Einführung neuer Technologie bei der Telekom Deutschland GmbH, Wegfall der bisherigen analogen oder digitalen ISDN-Festnetzanschlüsse

DVGW-Regelwerk: Neuerscheinungen Messtechnik und Gasabrechnung

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Hauptgeschäftsstelle / Gastechnologien und Energiesysteme

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