01. Oktober 2025
Projektlaufzeit: 10.2025 - 4.2026
Projektstatus: abgeschlossen
Förderkennzeichen: G 202535
Projekt im Rahmen des DVGW-Innovationsprogramms Wasserstoff
Gemäß der EU-Delegierten Verordnung zur „Festlegung einer Methode zur Bewertung der Einsparungen an Treibhausgasemissionen durch kohlenstoffarme Brennstoffe“ gelten Brennstoffe als kohlenstoffarm ("low-carbon fuels (LCF)"), sofern sie eine Treibhausgasemissionsminderung (THG-Minderung) von mindestens 70 % gegenüber einem fossilen Vergleichsbrennstoff erzielen. Die Delegierte Verordnung gibt hierfür sowohl eine Berechnungsmethodik als auch Standardwerte für einen Teil der THG-Emissionen vor.
Vor diesem Hintergrund wurden in der Kurzstudie reDAct verschiedene Wertschöpfungsketten für blauen und türkisen Wasserstoff dahingehend untersucht,
Das Ergebnis: Blauer Wasserstoff kann bei Pipeline-Import von norwegischem Erdgas die Grenzwerte erfüllen; bei LNG-Importen aus den USA oder Katar ist dies Stand heute nicht möglich. Türkiser Wasserstoff kann die vorgegebenen Grenzwerte Stand heute bei Bezug von vollständig erneuerbarem Strom ebenfalls erfüllen.
Um den Markthochlauf von blauem und türkisem Wasserstoff zu ermöglichen, empfehlen die Studienautor:innen insbesondere zwei Anpassungen des regulatorischen Rahmens auf EU-Ebene:
Die methodischen Vorgaben der EU-Delegierten Verordnung anzupassen, sodass sie praktikabel umsetzbar sind und Emissionsminderungen sachgerecht abbilden.
Die Studie hat vier übergeordnete Ziele verfolgt:
Dadurch sollte ein gesamtheitlicher Blick aus juristischer, politischer und wirtschaftlicher Perspektive auf das Thema geworfen und nachhaltige Empfehlungen für das Voranbringen eines kohlenstoffarmen Wasserstoffhochlaufs erarbeitet werden, welcher für das Vorankommen eines gesamtheitliche Wasserstoffmarktes wichtig ist, in dem langfristig grüner Wasserstoff als Haupterzeugungsquelle dienen soll.
Am Projekt sind folgende Partner beteiligt: