Belastung der Gewässer durch landwirtschaftliche Nutzung

Der DVGW setzt sich für die gewässerschützende Landbewirtschaftung ein. Mit einem vorsorgenden Schutz der Gewässer soll erreicht werden, dass zum Beispiel Nitrat und Rückstände von Pflanzenschutzmitteln nicht länger Oberflächengewässer und das Grundwasser belasten.

Landwirtschaftliche Nutzung; © Foto: CC0-Lizenz

Besserer Schutz der Trinkwasserressourcen

Pflanzenschutzmittelwirkstoffe (PSM) und ihre Abbauprodukte (Metaboliten) können sowohl in Oberflächengewässern als auch im Grundwasser nachgewiesen werden. Trotz strenger Zulassungsvorschriften werden PSM-Wirkstoffe und Metaboliten regelmäßig in Grund- und Oberflächenwasser nachgewiesen. Die Konzentrationen liegen teilweise oberhalb der geltenden Schwellenwerte und Umweltqualitätsnormen.  

Seit vielen Jahren unvermindert hoch ist die Nitratbelastung des Grundwassers in vielen intensiv landwirtschaftlich genutzten Regionen. Gleichzeitig ist mittlerweile bekannt, dass das natürliche Nitratabbauvermögen in den Grundwasserleitern endlich ist. Je nach geologischen Gegebenheiten und bereits erfolgter Zehrung findet mancherorts bereits in wenigen Jahrzehnten kein Nitratabbau mehr statt, was unmittelbar einen weiteren Anstieg der Nitratkonzentrationen im Grundwasser zur Folge hätte.

Der DVGW setzt sich dafür ein, die Belastung der Gewässer mit Nitrat und Rückständen von Pflanzenschutzmitteln so weit wie möglich zu minimieren.

Grundwasserdatenbank Nitrat

In einer gemeinsamen Presseinformation vom 21.03.2017 erläutern BDEW, DVGW und VKU, was es mit der neuen Grundwasserdatenbank Nitrat auf sich hat und warum sie wichtig ist.

Neue Grundwasserdatenbank erfasst bundesweit Nitratgehalt der Trinkwasserressourcen

Artikel und Informationen
Aus Sicht des Gewässerschutzes ist die landbauliche Verwertung von Gärprodukten neben dem Energiepflanzenanbau ein kritischer Faktor. In den letzten Jahren haben die sogenannten Kofermente – also insbesondere Bioabfälle nicht-landwirtschaftlichen Ursprungs – als Ausgangssubstrate der Biogasproduktion stark an Bedeutung gewonnen. Daraus ergeben sich zusätzliche stoffliche und hygienische Gefährdungen für die Beschaffenheit von Rohwasser – und damit für die Trinkwasserversorgung. Der Gewässerschutz muss darauf vorsorgend reagieren.Der DVGW hat daher gemeinsam mit der Bundesgütegemeinschaft Kompost e.V. die Forschung intensiviert. Auf der Basis von DVGW-Forschungsvorhaben wurden Ausgangsstoffe der Biogaserzeugung für eine landbauliche Verwertung in der Schutzzone III von WSG für Grundwasser untersucht. Darüber hinaus wurden zusätzliche Anforderungen an die Verwertung von Gärprodukten in der Schutzzone III formuliert, die durch eine entsprechende Gütesicherung zu gewährleisten sind.

Klimawandel und strukturelle Veränderungen in der Landwirtschaft führen in manchen Regionen zu einem deutlichen Anstieg des Bewässerungsbedarfs. DVGW und DWA betonen in einer am 16. Juni 2015 veröffentlichten Information die Bedeutung des sorgsamen Umgangs mit unseren Wasserressourcen im Rahmen einer integrierten Bewirtschaftung.  

Stellungnahmen des DVGW zu Landwirtschaft und Trinkwasser

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Dr. Daniel Petry
Hauptgeschäftsstelle / Wasserversorgung

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