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Bewegtes blaues Wasser mit Luftblasen

01. Juli 2019

GÜ W216

Ermittlung von wissenschaftlichen Grundlagen für die Überarbeitung des DVGW-Arbeitsblattes W 216 (W 201903)
Mischwässer müssen bestimmte Parameter erfüllen; © iStock.com/borchee
Forschungsprojekt
Projektbeschreibung

Projektlaufzeit: 07.2019 - 12.2020

Projektstatus: laufend

Förderkennzeichen: W 201903

GÜ W216 befasst sich mit den Parametern, die für die Prüfung und Bewertung der Beschaffenheit von gemischten Trinkwässern unterschiedlicher Herkunft herangezogen werden. Die Ergebnisse bilden die wissenschaftliche Grundlage für die Aktualisierung des DVGW-Arbeitsblatts W 216.

Ziele und Methodik

Für eine Überarbeitung des DVGW-Arbeitsblatts W 216 müssen die Grundlagen, auf denen die derzeitigen Festlegungen basieren, aktualisiert werden. In dem Forschungsvorhaben GÜ W216 sollen daher auf wissenschaftlicher Basis die Vorgaben des Arbeitsblatts dahingehend geprüft werden, ob Parameter gestrichen oder die zulässigen Bandbreiten vergrößert werden könnten, ohne dass die Aussagekraft eingeschränkt wird. Ferner soll der Frage nachgegangen werden, ob weitere Parameter zu betrachten sind. Die notwendigen Informationen werden anhand von Recherchen und Befragungen von Wasserversorgern gewonnen und hinsichtlich ihrer Relevanz bewertet. Basierend auf den Ergebnissen werden dann Empfehlungen für die Überarbeitung des Arbeitsblatts W 216 gegeben.

 

Hintergrund

Die meisten Wasserversorger in Deutschland sind auf die Einspeisung über mehrer Wasserwerke und/oder den Fremdbezug angewiesen. Wie die Beschaffenheit von gemischten Trinkwässern unterschiedlicher Herkunft geprüft und bewertet werden kann, das beschreibt das DVGW-Arbeitsblatt W 216. Anhand von mischungsrelevanten Parametern wird darin abgeleitet, inwiefern nachteilige Veränderungen der korrosionschemischen Eigenschaften des Mischwassers zu erwarten sind. Zur Bewertung werden die Parameter Chlorid, organischer Kohlenstoff (TOC-Wert), Phosphat, Sauerstoff, Sulfat und Säurekapazität bis zum pH-Wert von 4,3 herangezogen. Zusätzlich zeigt das Arbeitsblatt geeignete technische Maßnahmen für die Fälle auf, bei denen Trinkwässer mit unterschiedlicher Beschaffenheit vorliegen, um eventuelle Nachteile für die Wasserversorgungsanlagen sowie für die Abnehmer zu vermeiden. Diese Parameter sollen nun im Projekt GÜ W2016 mit neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen abgeglichen werden, um auf dieser Basis das Arbeitsblatt zu überarbeiten.

 

Ansprechpartner
Bei Fragen zum Forschungsprojekt wenden Sie sich bitte an folgenden Ansprechpartner
Dr. Mathis Keller
Hauptgeschäftsstelle / Technologie und Innovationsmanagement

Telefon+49 228 91 88-727
Forschung zum Thema Wasseraufbereitung