Bitte auf den Obermenüpunkt klicken!
Gaszähler. Diese müssen richtig geeicht sein, egal bei welcher Gaszusammensetzung.

01. Februar 2022

H2-Messrichtigkeit von Gaszählern

Messbeständigkeit und Messrichtigkeit von Gewerbe- und Leichtindustriezählern der Klasse 1 in Wasserstoffnetzen bis MOP16 und in Niederdrucknetzen bis 2 bar Effektivdruck

(DVGW-Innovationsprogramm Wasserstoff - G 202110 und G 202111)
Gaszähler müssen richtig geeicht sein und korrekt messen.; © ghazii/Fotolia
Forschungsprojekt
Projektbeschreibung

Projektlaufzeit / Förderkennzeichen
09.2021 - 02.2024 / G 202110
02.2022 – 07.2024 / G 202111

Projektstatus: laufend

Projekte des DVGW-Innovationsprogramms Wasserstoff

Ziele und Methodik

Mit dem Projekt H2-Messrichtigkeit 2bar Gaszähler wird es festgestellt, inwiefern die Justierung und Fehlergrenzen in mechanischen Gaszählern angepasst werden muss, wenn diese mit Luft geprüft und mit wasserstoffhaltigen Gasen betrieben werden. Dafür muss eine vergleichende Messung mit Luft und mit Erdgas-Wasserstoffgemischen sowie reinem Wasserstoff an Zählern durchgeführt und analysiert werden. Eine Prüftechnik und eine Prüfprozedur für Messungen im Niederdruckbereich sollen entwickelt werden, um ihre Verwendbarkeit und Grenzen festzustellen. 

Das Projekt H2-Messrichtigkeit Klasse 1 Gaszähler verfolgt das Ziel, die Messrichtigkeit und Messbeständigkeit von Gaszählern für Gewerbe und Leichtindustrie bei Verwendung in Wasserstoffnetzen oder Einspeiseanlagen bis maximal 16 bar und maximal DN 80 unter Feldbedingungen zu beurteilen. Mit der Blendenmesstechnik werden verschiedene Messverfahren verifiziert. Die Mess- und Kalibrierergebnisse werden verglichen und unter Einbeziehung thermodynamischer Erwägungen bewertet. Aus dem Ergebnisvergleich mit verschiedenen Gasen lassen sich ebenfalls Schlüsse auf die Messunsicherheit bei Wasserstoffeinsatz ziehen.

 

Hintergrund

Wasserstoff soll perspektivisch fossiles Gas ersetzen und so CO2-Emissionen senken. Neben der Beimischung zu Erdgas kann Wasserstoff auch im Gassystem in Reinform transportiert und verteilt werden. Für die Nutzung der etablierten Zählertechnologien mit Gasgemischen bzw. mit reinem Wasserstoff stehen jedoch nur unzureichende Mess- und Erprobungsergebnisse zur Verfügung. Es besteht der Bedarf, Messgeräte auf ihre Eignung hin zu untersuchen und Messungen mit Wasserstoff in verschiedenen Druck- und Durchflussbereichen zu ermöglichen. Aus diesem Grund hat der DVGW die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) damit beauftragt, unterschiedliche Aspekte der Messtechnik und insbesondere die Messrichtigkeit zu untersuchen.

Im Projekt Messrichtigkeit Klasse 1 widmet sich die PTB der Messbeständigkeit und der Messrichtigkeit von Gewerbe- und Leichtindustriezählern in Wasserstoffnetzen. Mit einem relativ gasartenunabhängigen Messverfahren werden die Blendenmesstechnik sowie Last- und Druckwechsel in den Messanlagen untersucht. Die Ergebnisse des Projekts sollen die Wissenslücken bei Messungen von reinem Wasserstoff schließen und in die DVGW-Regelwerke einfließen. 

Das Projekt Messrichtigkeit 2bar baut auf dem Vorhaben H2-Messrichtigkeit auf. Das Ziel ist es, den Einfluss verschiedener Gase und relevanter Wasserstoff-Methan-Gemische auf die Messrichtigkeit von Haushaltsdruckreglern und Balgengaszählern in Niederdrucknetzen bis 2 bar zu untersuchen. Wichtig ist insbesondere der Aspekt, ob sich die Messdaten der Gaszähler innerhalb der Eich- und Fehlergrenzen bewegen. Denn in den Messstellen von privaten Haushalten sowie Einrichtungen der Leichtindustrie und des Gewerbes werden größtenteils mechanische Gaszähler eingesetzt. Das Messverhalten der Zähler mit Wasserstoff und Wasserstoff-Methangemischen wurde aber bisher kaum untersucht.  Die Ergebnisse sollen unverzichtbare Daten für Gaszähler und Druckregler liefern, die zukünftig mit Wasserstoff oder Wasserstoffgemischen betrieben werden.

 

Ansprechpartner
Bei Fragen zum Forschungsprojekt wenden Sie sich bitte an folgenden Ansprechpartner
Dr. Michael Walter
Hauptgeschäftsstelle / R&D Innovation Programme Hydrogen

Telefon+49 228 91 88-845
Forschung zum Thema Wasserstoff und Gasinstallationen