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01. September 2018

Wohn-KWK-Switch

Deutschlandweite, hochauflösende Analyse zum Modal-Switch in Wohngebäuden und Wohnquartieren mittels KWK-Anlagen in den nächsten 20 Jahren sowie die Definition von Zielwerten für technische Anforderungen und Biogasanteil für die Gastechnik unter Berücksichtigung unterschiedlicher Förderprogramme (G 201817)
Windrad neben Haus; © iStock.com/Smolaw
Forschungsprojekt
Projektbeschreibung

Projektlaufzeit: 09.2018 - 02.2020

Projektstatus: laufend

Förderkennzeichen: G 201817

Wohn-KWK-Switch liefert eine detaillierte und deutschlandweite Analyse zu den Möglichkeiten eines Modal-Switchs im Wohngebäudebereich.

Ziele und Methodik

Ziel des Projektes ist es, die Potenziale und die Möglichkeiten zu untersuchen, um einen Modal-Switch in Wohngebäuden herbeizuführen. Insbesondere sollen Optionen der Emissionsminderung durch den Einsatz von Anlagen mit Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) mit hohen Strom- und Wärmenutzungsgraden in Wohngebäuden und Quartieren aufgezeigt werden sowie eine sektorübergreifende Analyse im Wohnbereich (Wärme - Haushaltsstrom - e-Mobilität) erfolgen.

Hierzu wird auch eine deutschlandweite Übersicht mit hoher regionaler Auflösung zur Ermittlung des KWK-Potentials in Wohngebäuden erstellt und die regionalen Potenziale neuer KWK-Anwendungen und Systemintegrationsmöglichkeiten in Wohngebäuden abgeschätzt. Darüber hinaus werden Handlungsempfehlungen für eine langfristige strategische Planung innerhalb der Energiewirtschaft (Unternehmen der Energieversorgung, Hersteller, Handwerker) erarbeitet.

Weiterhin ist die Definition von Zielwerten für technische Anforderungen und Biogasanteil Gegenstand des geplanten Vorhabens, für welches die Gastechnik unter wirtschaftlichen Randbedingungen zu einer Senkung des Primärenergieverbrauchs beitragen kann. Da diese Randbedingungen stark von den Förderprogrammen für Energiesysteme abhängen, ist ein Einbezug der Programme in die Analyse zwingend von Nöten. Hierzu bieten sich moderne mathematische Optimierungsansätze an, welche die Berücksichtigung zahlreicher Randbedingungen und Beschränkungen erlauben. Als Ergebnis des Vorhabens werden für eine Vielzahl von unterschiedlichen Gebäudetypen und für gemischte Nachbarschaften entsprechende Zielwerte für die Gastechnik und Biogasanteile herausgearbeitet, die die Bedeutung der Gastechnik für die Energiewende unterstreichen.

 

Hintergrund

Viele Heizungen in Wohngebäuden sind älter als 18 Jahre. In den nächsten Jahren stehen somit deutschlandweit umfangreiche Erneuerungsmaßnahmen an – ein äußerst günstiger Zeitpunkt also für die Installation neuer Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen in Wohngebäuden. Hierdurch können nicht nur Synergien geschaffen oder Effizienzen gesteigert, sondern auch neue Impulse für den Erdgasabsatz gegeben werden. Die zunehmende Anzahl an Energieversorgungslösungen und die Vielfalt an Rahmenbedingungen wie Förderprogramme erschwert allerdings die Ausrichtung einzelner Energiesysteme auf die Energiewende. Im Vorhaben Wohn-KWK-Switch werden deshalb Potenziale und Möglichkeiten untersucht, wie die Sektorenkopplung in Wohngebäuden erreicht werden kann.

 

Ansprechpartner
Bei Fragen zum Forschungsprojekt wenden Sie sich bitte an folgenden Ansprechpartner
Dr. Michael Walter
Hauptgeschäftsstelle / Technologie und Innovationsmanagement

Telefon+49 228 91 88-845
Forschung zum Thema Gasanwendungen