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Blaue schneckenförmige Kreiselpumpen in der Trinkwasserversorgung benötigen Energie. Dadurch können CO2-Emisionen anfallen.

01. November 2022

CARB(H2O)N

Werkzeuge auf dem Weg zur Klimaneutralität der Wasserversorgung (DVGW-Zukunftsprogramm Wasser – W 202213)
In der Trinkwasserversorgung wird Energie benötigt, zum Beispiel zum Antreiben solcher Kreiselpumpen. Dabei können je nach Energieträger CO2-Emissionen anfallen.; © Erich Jütten
Forschungsprojekt
Projektbeschreibung

Projektlaufzeit: 11.2022 - 01.2023

Projektstatus: laufend

Förderkennzeichen: W 202213

Projekt des DVGW-Zukunftsprogramms Wasser 

Ziele und Methodik

Im Kurzvorhaben CARB(H2O)N soll der aktuelle Wissensstand im Bereich der Treibhausgasbilanzierung zielgerichtet aufbereitet werden, um die Entwicklung einer standardisierten Vorgehensweise zur kennzahlenbasierten Ermittlung der Emissionen der Wasserversorgung zu unterstützen. Hierfür sind folgende Arbeitschritte vorgesehen:

  • Erarbeitung eines Vorschlags für ein Begriffsglossar zur Klimaneutralität unter Berücksichtigung der ISO-Normung
  • Beschreibung der Inhalte der ISO-Normung zur Klimaneutralität und Interpretation dieser mit Blick auf die Branche der Wasserversorgung gegliedert in die nachfolgenden Themenfelder
  • Vorschlag für eine pragmatische Definition der Klimaneutralität der Wasserversorgung
  • Definition der Gliederung einer nützlichen Handreichung/Erhebungshilfe zur weiteren Entwicklung für die Wasserversorgung

 

Hintergrund

In Ländern wie Deutschland geht ein großer Teil des Gesamtverbrauchs an fossilen Energieträgern auf Industrieunternehmen zurück. In der öffenlichen Wahrnehmung wird ihnen deshalb eine besondere Rolle bei der Erreichung der Klimaziele zugesprochen. Auch in der Wasserwirtschaft sehen sich Unternehmen aufgrund des gestiegenen öffentlichen Interesses und dem hohen politischen Druck immer stärker veranlasst, sich intensiv mit den Themen Energieeinsparung, Energieeffizienz und Klimaneutralität auseinanderzusetzen.

Bislang hat jedoch nur eine geringe Anzahl der rund 6000 Wasserversorgungsunternehmen in Deutschland eine Klimaneutralitätsstrategie erstellt. Erfahrungsberichte dieser Versorger belegen, dass die Ermittlung der direkten Emissionen von Treibhausgasen (THG) und der indirekten aus der Erzeugung von Energie, die von außerhalb bezogen wird, möglich ist. Die bislang optionale Bilanzierung der übrigen Emissionen, die durch Dritte verursacht werden, zum Beispiel bei Zulieferern oder Dienstleistern, erfolgt bislang jedoch nur unzureichend und wird vereinzelt garnicht berücksichtigt. 

Um diese Lücke zu schließen, werden im Rahmen von CARB(H2O)N die wissenschaftlichen Grundlagen für die Erstellung eines Leitfadens entwickelt, der die Bilanzierung aller THG-Emissionen in der Wasserversorgung und den wasserwirtschaftlichen Prozesse erläutert. Ziel ist es, den aktuellen Wissensstand im Bereich der THG-Bilanzierung zielgerichtet aufzubereiten und so die Entwicklung einer standardisierten Vorgehensweise zur kennzahlenbasierten Ermittlung der Emissionen in diesem Bereich zu unterstützen. 

 

Ansprechpartner
Bei Fragen zum Forschungsprojekt wenden Sie sich bitte an folgenden Ansprechpartner
Dr. Mathis Keller
Hauptgeschäftsstelle / Technologie und Innovationsmanagement

Telefon+49 228 91 88-727
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