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gelbes Schild mit Aufdruck Wasserstoff im Wasserstoffdorf Bitterfeld

30. November 2025

H2-Betrieb

Betriebliche- und Sicherheitsaspekte bei 100 %-H₂-umgestellten Gasnetzen < 16 bar (G 202413)
Im Projekt H₂-Betrieb werden die ersten Erfahrungen aus bereits umgestellten Gasnetzen analysiert - mit Fokus auf sicherheitstechnischen und organisatorischen Aspekten.; © DVGW/S.Schwarz
Forschungsprojekt
Projektbeschreibung

Projektlaufzeit: 07.2024 - 11.2025

Projektstatus: abgeschlossen

Förderkennzeichen: G 202413

Hintergrund

Die Umstellung der Gasinfrastruktur auf Wasserstoff wurde bereits in mehreren Forschungs- und Industrieprojekten betrachtet. Der Fokus lag bisher auf Untersuchungen zum Materialeinsatz, Erhöhung der Strömungsgeschwindigkeiten und sicherheitstechnischen Aspekten bei der Umstellung. Darauf basierend gibt es durch diese Umstellung von einzelnen Bereichen erste Erkenntnisse wie sich Anlagen / Rohrleitungen im Betrieb mit Wasserstoff verhalten. Bisher wurde jedoch die Instandhaltung bei oder nach der Umstellung nicht gesondert betrachtet. Aufgrund seiner geringeren Dichte und der geringeren Zündenergie sind im Fall von Wasserstoff sowohl die Anlagensicherheit als auch organisatorische und personelle Schutzmaßnahmen bei der Wartung und Instandhaltung einzubeziehen. 

Im Forschungsvorhaben H2-Betrieb sollten die Erfahrungen aus bereits umgestellten und/oder sich in Betrieb befindlichen Netzen ausgewertet werden. Dabei spielten vor allem sicherheitstechnische und organisatorische Aspekte, die das Handling von wasserstoffführenden Anlagenteilen wie z. B. Rohrleitungen betreffen, eine wichtige Rolle. Der Fokus lag hierbei auf Netzen mit einem Auslegungsdruck von maximal 16 bar, die ausschließlich mit 100 Prozent Wasserstoff betrieben werden. 

 

Ziele und Methodik

Die Untersuchungsschwerpunkte von H2-Betrieb lagen unter anderem auf der Recherche und der Zusammenfassung vorhandener Ergebnisse im Kontext der Wasserstoffverteilung. Hierbei wurden verschiedene Faktoren wie die Wasserstoffversprödung, Überwachungsmaßnahmen zur Ermittlung des Ist-Zustandes, Erfahrungswerte mit Stadtgas, Reaktionen mit Ablagerungen) berücksichtigt. Darüber hinaus wurden die angewendeten Arbeitstechnologien bei Arbeiten an Leitungen (z. B. Abquetschen und Blasensetzen im Zug der Leitungsverlegung ausgewertet. 

Folgende Punkte wurden zusammengetragen: 

  • Hinweise zum Schulungsbedarf des Bedien- und Instandhaltungspersonals
  • eventuelle Anpassungen an Wartung und Instandhaltungsintervallen
  • notwendige Anpassungen an den Arbeitsschutz und Ausrüstung
  • Einsatz und Umgang mit Gaswarngeräten oder Multiwarner 

 

Ansprechpartner
Bei Fragen zum Forschungsprojekt wenden Sie sich bitte an folgende Ansprechpartner
Frederik Brandes
Hauptgeschäftsstelle / Technologie und Innovationsmanagement
Telefon+49 228 91 88-844
Agnes Schwigon
Hauptgeschäftsstelle / Gastechnologien und Energiesysteme
Telefon+49 228 9188-925
Forschung zum Thema Netzbetrieb und Wasserstoff