Bitte auf den Obermenüpunkt klicken!
Traktor bearbeitet das Feld - Lösungen für Konflikte zwischen Landwirtschaft und Wasserversorgung gesucht

01. Januar 2022

VERTIKAL

Konfliktpotenzialanalyse und Handlungsoptionen für landwirtschaftliche Bewässerung und öffentliche Trinkwasserversorgung (DVGW-Zukunftsprogramm Wasser – W 202125)
Gefragt sind Lösungsansätze, die den Wasserbedarf aller Akteure ausreichend decken; © iStock/Valio84sl
Forschungsprojekt
Projektbeschreibung

Projektlaufzeit: 01.2022 - 12.2022

Projektstatus: laufend

Förderkennzeichen: W 202125

Projekt des DVGW-Zukunftsprogramms Wasser

Ziele und Methodik

Der Schwerpunkt von VERTIKAL liegt auf der Zusammenstellung von bisherigen Erkenntnissen zum Konfliktbereich zwischen wasserwirtschaftlichem und landwirtschaftlichem Wasserbedarf. Mögliche Konfliktpotenziale abzufragen und auszuwerten, steht hierbei im Vordergrund. Anhand vorhandener Daten wird geprüft, ob und welche alternative Wasserressourcen oder Maßnahmen zum effizienteren Umgang mit Grundwasser bei konkurrierender Nutzung bestehen.

Für eine detaillierte Betrachtung werden zwei „Fokus-Regionen“ in Deutschland festgelegt, bei denen davon auszugehen ist, dass Konflikte um die Wasserversorgung zunehmen werden. Diese Regionen befinden sich vor allem in Nordostniedersachsen, am Niederrhein und in Rheinland-Pfalz. Im Rahmen einer Literaturrecherche werden vorhandene Ansätze zur Konfliktminderung zusammengetragen und auf Ihre Machbarkeit hin beschrieben. In Interviews mit Akteuren innerhalb der Fokusregionen werden diese dazu befragt, welche Maßnahmen bereits erfolgreich umgesetzt wurden und sie die künftige Entwicklung einschätzen. Basierend auf den Ergebnissen der Literaturrecherche und der Interviews wird ein Maßnahmenkatalog für die Wasser- und Landwirtschaft entwickelt, mit dem diese Wassernutzungskonflikte bei der Bewässerung frühzeitig erkennen und vermeiden können.

 

Hintergrund

Bereits heute führt der Wasserbedarf von Landwirtschaft und öffentlicher Trinkwasserversorgung vielerorts zu einem angespannten Wasserhaushalt. Ursachen dafür sind eine veränderte Landnutzung und der Klimawandel. Sollte der Wasserbedarf aufgrund von Ertragsoptimierung und steigendem Pro-Kopf-Konsum weiter zunehmen, könnten künftig in einigen Regionen Landwirtschaft und öffentliche Trinkwasserbereitstellung in Konflikt geraten.

Um dieses drohende Problem zu entschärfen, hat die Bund-Länder-Arbeitsgemeinschaft Wasser (LAWA) Anpassungsoptionen für die Wasser- und die Landwirtschaft erarbeitet. Im Ende 2017 herausgegebenen LAWA-Klimawandel-Bericht wurden für 15 Handlungsfelder der Wasserwirtschaft über 100 Klimaanpassungsmaßnahmen inklusive Handlungsoptionen benannt. Der Bericht zeigt auch die Zielkonflikte zwischen wasserwirtschaftlichen Klimaanpassungs- und Anpassungsmaßnahmen von Sektoren wie Land- und Forstwirtschaft, Stadtplanung und Energiewirtschaft auf. In VERTIKAL wird das Konfliktpotenzial näher beleuchtet, um daraus Ansatzpunkte und konkrete Verfahren zum Management von Nutzungskonflikten um begrenzte Ressourcen zu erarbeiten.

 

Ansprechpartnerin
Bei Fragen zum Forschungsprojekt wenden Sie sich bitte an:
Dr. Julia Rinck
Hauptgeschäftsstelle / Technologie und Innovationsmanagement

Telefon+49 228 91 88-221
Weitere DVGW-Forschungsprojekte zum Thema Wasserqualität und Ressourcenschutz