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Grafische Darstellung eines Gasverteilnetzes mit den dazugehörigen Bauteilen zur Druckregelung und Absperrhähnen

01. September 2019

Leitfaden Methanemissionen (ME-Red DSO)

Erstellung eines Leitfadens mit Maßnahmen zur technischen Reduzierung von Methanemissionen im Gasverteilnetz (G 201813)
Systemgrenzen der Gasverteilung in Deutschland; © DBI GUT
Forschungsprojekt
Projektbeschreibung

Projektlaufzeit: 08.2018 - 08.2019

Projektstatus: abgeschlossen

Förderkennzeichen: G 201813

Ziele und Methodik

Ziel des Projektes war die Erstellung eines Leitfadens mit technischen Maßnahmen, die im Netzbetrieb zur Reduzierung der Methanemissionen beitragen können. Hierzu gehören zum Beispiel Möglichkeiten zur Methanemissionsreduktion bei betrieblich bedingten Ausblasevorgängen, z.B. durch den Einsatz von Fackeln oder Vakuumpumpen. Hierfür wurden folgende Arbeitsschritte durchgeführt:

  • Inventur möglicher Maßnahmen zur Reduzierung von Methanemissionen im Gasverteilnetz sowie deren Einsatzgrenzen durch Literaturrecherche sowie Befragung von Herstellern und Anwendern
  • Bewertung der gesammelten Maßnahmen hinsichtlich ihrer ökologischen und ökonomischen Aspekte sowie weiterer Kriterien, wie beispielsweise die öffentliche Wahrnehmung
  • Erstellung eines Leitfadens mit technischen Maßnahmen, die von den Netzbetreibern auf Verteilnetzebene umgesetzt werden können, um Methanemissionen zu reduzieren

 

Hintergrund und Ergebnisse

Die Bedeutung von Erdgas als klimafreundlicher Energieträger wird national, aber auch auf internationaler Ebene, immer wieder in Frage gestellt. Unter besonderer Kritik stehen mögliche Methanemissionen, die bei der Förderung und dem Transport von Erdgas entstehen. Das hohe Treibhauspotenzial von Methan könnte so die Vorteile– insbesondere die geringeren CO2-Emissionen bei der Verbrennung von Erdgas – aufheben.

In Deutschland konnten die Methanemissionen der Gasbranche in den vergangenen Jahrzehnten deutlich reduziert werden. Aktuell sind diese um etwa 40 Prozent niedriger als noch im Jahr 1990. Im Gasverteilnetz sind sie sogar um mehr als 60 Prozent gesunken. Diese Emissionsminderung ist auf folgende Maßnahmen zurückzuführen: den Austausch schadensauffälliger Leitungsabschnitte, die Errichtung von Unfall-Trainingszentren zur Verminderung von Gasaustritten durch Fremdeinwirkung sowie die Senkung von Ausblase-Emissionen durch geänderte Betriebsweisen. Hauptmotivation dieser Maßnahmen war und ist die technische Sicherheit. In den vergangenen Jahren ist jedoch auch der Klimaschutz zunehmend in den Fokus gerückt.

Beispielhafter und tabellarische Beschreibung einer Maßnahme zur Verminderung von betriebsbedingten Methanemissionen, hier dargestellt die Vakuumpumpe.
Beispiel für einen Steckbrief einer Maßnahme zur Verminderung von betriebsbedingten Methanemissionen © DVGW

Ziel des Projektes ME-Red DSO war die Erstellung eines Leitfadens für technische Maßnahmen, die im Netzbetrieb zur Reduzierung der Methanemissionen beitragen können, um den Trend der kontinuierlichen Reduzierung von Methanemissionen weiter fortzusetzen. Die Aufgabe bestand darin, Maßnahmen zu identifizieren und zu bewerten, die diesem Ziel dienen. Hierzu gehören neben Verfahren und Technologien, die bereits von den Netzbetreibern eingesetzt werden (z.B. Setzen von Absperrblasen), auch innovative Möglichkeiten, die in Zukunft vermehrt zum Einsatz kommen können. Für diese Maßnahmen wurden Steckbriefe erstellt, welche einen schnellen Überblick verschaffen sollen.

Um Methanemissionen des Gasverteilnetzes weiter zu senken, wurden Handlungsempfehlungen abgeleitet. Einige Beispiele sind:

  • Rückbau schadensauffälliger Leitungsabschnitte
  • Kontakte zwischen Herstellern und Verteilnetzbetreibern, um Technologien den Anforderungen der Netze anzupassen
  • Entwicklung kostengünstiger Technologien für die unteren Druckstufen
  • Einsatz innovativer Technologien wie zum Beispiel Vakuumpumpen

 

Ansprechpartner
Bei Fragen zum Forschungsprojekt wenden Sie sich bitte an folgenden Ansprechpartner
Finn Grohmann
Hauptgeschäftsstelle / Gastechnologien und Energiesysteme

Telefon+49 228 91 88-919
Forschung zum Thema Netzbetrieb Gas