01. April 2026
Projektlaufzeit: 04.2026 – 04.2028
Projektstatus: laufend

Das Projekt wird gefördert von der DBU.
Die Folgen des Klimawandels setzen die Wasserressourcen in ausgewählten Regionen Deutschlands zunehmend unter Druck. Gleichzeitig steigt der Bedarf an Wasser für unterschiedliche Nutzungen, etwa zur Trinkwasserversorgung, für die Landwirtschaft oder zur Sicherung ökologisch wertvoller Lebensräume. Um klimawandelbedingte Belastungen wassersensibler Ökosysteme zu begrenzen und eine nachhaltige Wasserversorgung zu gewährleisten, kann ein aktives Gebietswassermanagement ein geeignetes Steuerungsinstrument darstellen.
Die dafür erforderlichen wasserrechtlichen Genehmigungsverfahren sind jedoch vielerorts kompetitiv, langwierig und kostenintensiv. Ursachen hierfür sind unter anderem unklare Stakeholderpositionen zu Beginn des Verfahrens sowie eine häufig interessengeprägte Betrachtung der Maßnahmenwirkungen, die eine objektive Entscheidungsfindung erschweren.
Vor diesem Hintergrund besteht der Bedarf, unterschiedliche Interessen transparent zusammenzuführen und eine sachgerechte Bewertung von Maßnahmenwirkungen zu ermöglichen. Insbesondere in wasserwirtschaftlichen Engpassregionen kann dies dazu beitragen, die Akzeptanz geplanter Maßnahmen zu erhöhen und Voraussetzungen für effizientere und konsensfähigere Genehmigungsverfahren zu schaffen.
Das Projekt „Ökologisch orientiertes Wasserressourcenmanagement in Engpassregionen akzeptanzorientiert gestalten“ (ÖkoWasEng) verfolgt das Ziel, einen anwenderorientierten und auf andere Regionen übertragbaren Leitfaden zur Vorbereitung konsensual gestalteter wasserrechtlicher Genehmigungsverfahren zu entwickeln. Dies geschieht unter Einbezug und Bewertung von Ökosystemdienstleistungen, insbesondere für modellhafte Maßnahmen zur ökologischen Aufwertung und zur Sicherung der Trinkwasserversorgung.
Die Methodenentwicklung erfolgt anhand einer Fallstudie im Versorgungsgebiet der Wasserversorgung Rheinhessen-Pfalz GmbH (wvr) in Rheinhessen, einer der trockensten und klimasensitivsten Regionen Deutschlands. Da die verfügbaren Grundwasservorkommen den zukünftigen Wasserbedarf voraussichtlich nicht nachhaltig decken können, plant die wvr eine zusätzliche Uferfiltratgalerie nördlich einer bestehenden Anlage. Das Vorhaben befindet sich in der Rheinaue in unmittelbarer Nähe eines Natura-2000-Gebiets. Ergänzend zur Wassergewinnung ist ein Aquifer Storage Transfer and Recovery (ASTR)-System zur Stützung des Wasserhaushalts vorgesehen, das eine zentrale Rolle im geplanten Gebietswassermanagement einnimmt.
Am Projekt sind folgende Partner beteiligt: