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Blaualgen auf einem Gewässer

01. Juli 2025

Cyanotox

Entwicklung robuster Nachweisverfahren für relevante Cyanobakterien und deren Toxine (W 202510).
Blaualgen auf einem Gewässer; © AdobeStock/ Harri
Forschungsprojekt
Projektbeschreibung

Projektlaufzeit: 07.2025 - 06.2028

Projektstatus: laufend

Förderkennzeichen: W 202510

Hintergrund

Cyanobakterien („Blaualgen“) sind natürliche Bestandteile aquatischer Ökosysteme und erfüllen wichtige Funktionen im Stoffkreislauf. Unter bestimmten Bedingungen – beispielsweise bei hohen Temperaturen und Nährstoffüberschuss – können sie sich jedoch massenhaft vermehren und Blaualgenblüten ausbilden. Einige Arten produzieren dabei Cyanotoxine, die gesundheitliche Risiken für Mensch und Tier darstellen. 

Im Zuge des Klimawandels begünstigen längere Hitzeperioden und stabile Wasserschichtungen in Seen und Talsperren das vermehrte Auftreten von Cyanobakterienblüten sowie eine potenziell erhöhte Toxinfreisetzung. Für die Trinkwasserversorgung ergeben sich daraus zusätzliche Herausforderungen, da gelöste Toxine sowie Geruchs- und Geschmacksstoffe die Aufbereitung beeinträchtigen können. Eine frühzeitige Erkennung entsprechender Entwicklungen ist daher für Wasserversorger essenziell. 

Ziele und Methodik

Ziel des Forschungsprojekts ist die Entwicklung und Etablierung neuer Nachweis- und Quantifizierungsverfahren für relevante Cyanobakterien und deren Toxine, um eine verbesserte Beobachtung von Algenblüten und möglicher Toxinfreisetzung zu ermöglichen. Die Forschungsergebnisse sollen dazu beitragen, Wasserversorger bei der frühzeitigen Erkennung und Bewertung von Cyanobakterienblüten zu unterstützen und geeignete Reaktionsstrategien zu entwickeln. 

Hierfür werden molekularbiologische Methoden zur schnellen Identifizierung und Quantifizierung von Cyanobakterien sowie zur Bestimmung ihres Toxinbildungspotenzials entwickelt. Ergänzend werden bestehende Analysemethoden für Cyanotoxine sowie Geruchs- und Geschmacksstoffe erweitert und optimiert.

Ansprechpartner
Bei Fragen zum Forschungsprojekt wenden Sie sich bitte an:
Daniel Trösch
Hauptgeschäftsstelle / Technologie und Innovationsmanagement
Telefon+49 228 9188 349
Forschung zum Thema Wasserqualität