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Ein Graureiher steht in einem Gewässer

01. September 2019

Leitfaden Artenschutz

Leitfaden zur Berücksichtigung europäisch geschützter Arten bei wasserrechtlichen Vorhaben (W 201906)
Graureiher an einem Gewässer; © Konzeption und Foto: Cathrin Bach
Forschungsprojekt
Projektbeschreibung

Projektlaufzeit: 09.2019 - 08.2021

Projektstatus: laufend

Förderkennzeichen: W 201906

In diesem Projekt wird ein Leitfaden zur Berücksichtigung europäisch geschützter Arten bei wasserrechtlichen Vorhaben erarbeitet, um Behörden und Wasserversorgern den Genehmigungsprozess zu erleichtern.

Ziele und Methodik

Im Projekt wird ein speziell auf die Wasserversorgung ausgerichteter Artenschutz-Leitfaden erstellt. Ziel des Leitfadens ist es, Hilfestellungen für die Behandlung der Artenschutzbelange in wasserrechtlichen Planungs- und Zulassungsverfahren und hier insbesondere bei der Erstellung eines Fachbeitrags zum Artenschutz zu geben. Er ist auf die besonderen Verhältnisse in Grundwasserfördergebieten abgestimmt und richtet sich vor allem an die Wasserversorger und externe Gutachter, aber auch an die Fachbehörden.

Der Leitfaden soll folgendes beinhalten:

  • Übersichtliche Darstellung der in den verschiedenen Verfahrensschritten eines Wasserrechtsverfahrens zu berücksichtigenden Artenschutzbelange
  • Anforderungen an die Datengrundlage für die Erstellung eines Fachbeitrags zum Artenschutz
  • Spektrum der durch die möglichen Auswirkungen einer Grundwasserentnahme potenziell betroffenen geschützten Arten
  • Differenzierung hinsichtlich der Empfindlichkeit sowie die zu prüfenden Verbotstatbestände des besonderen Artenschutzes
  • wirksame Artenschutzmaßnahmen
  • Voraussetzungen zur Erteilung einer Ausnahme

Ergänzt wird der Leitfaden durch eine Zusammenstellung vorhandener Arbeitshilfen zum Artenschutz (z.B. von verschiedenen Bundesländern) und eine Mustergliederung.

 

Hintergrund

In Wasserrechtsverfahren zur Entnahme von Grund- und Oberflächenwasser spielt der Naturschutz eine immer größere Rolle. So muss bei allen wasserrechtlichen Verfahren der europäische Artenschutz im vollen Umfang berücksichtigt werden. Das führt immer wieder zu Verzögerungen und teuren Untersuchungen, die sich nachher als nicht gerechtfertigt oder falsch durchgeführt erweisen. Denn sowohl bei Behördenvertretern als auch bei den Wasserversorgern fehlen Kenntnisse über die spezifischen Anforderungen in diesem Prozess. Infolge haben Wasserversorger zunehmend Schwierigkeiten, die für die Sicherung der Trinkwasserversorgung notwendigen Wasserentnahmen genehmigt zu bekommen, oder entsprechende Genehmigungen werden an immer umfangreichere Beweissicherungs- und Überwachungsaufgaben sowie Ausgleich- und Ersatzmaßnahmen geknüpft.

Um hier für mehr Klarheit zu sorgen, wird in diesem Projekt ein speziell auf die Wasserversorgung ausgerichteter Artenschutz-Leitfaden erstellt. Dieser behandelt die Anforderungen, die sich aus der Berücksichtigung des Artenschutzes bei wasserrechtlichen Verfahren ergeben.

 

Ansprechpartner
Bei Fragen zum Forschungsprojekt wenden Sie sich bitte an folgenden Ansprechpartner
Dr. Mathis Keller
Hauptgeschäftsstelle / Technologie und Innovationsmanagement

Telefon+49 228 91 88-727
Forschung zum Thema Ressourcenschutz