
Mit Forschung und Innovation unterstützt der DVGW auf dem Weg zu einer klimafreundlichen Gasversorgung. Hier finden Sie eine Übersicht der Forschungsprojekte zu Wasserstoff.
DVGW-Projekte, Verbundprojekte und europaweite Forschungskooperationen als Basis für die technische Weiterentwicklung in der Energiewirtschaft
Damit die zunehmende Nutzung klimaneutraler Gase wie Wasserstoff und dessen Derivate gelingen kann, hat der DVGW im Jahr 2020 ein eigenes Forschungsprogramm aufgesetzt: das Innovationsprogramm Wasserstoff. Dieses wurde 2024 mit dem Innovationsprogramm Wasserstoff II verlängert. Die Gasforschung ist im DVGW dezentral organisiert und verteilt sich auf insgesamt vier Forschungsinstitute. Diese vereinen wissenschaftliche Expertise und Hochschulpartnerschaften mit der Praxis der Gaswirtschaft. Die einzelnen DVGW-Institute ergänzen sich dabei in ihren Kompetenzbereichen und bilden ein umfassendes Netzwerk rund um die Themengebiete Gas und Energie, den H2-Kompetenzverbund der deutschen Energiewirtschaft, um die Wasserstoffforschung auf die nächste Entwicklungsstufe zu heben.
Damit die zunehmende Nutzung klimaneutraler Gase wie Wasserstoff und dessen Derivate gelingen kann, hat der DVGW im Jahr 2020 ein eigenes Forschungsprogramm aufgesetzt: das Innovationsprogramm Wasserstoff. Dieses wurde 2024 mit dem Innovationsprogramm Wasserstoff II verlängert. Die Gasforschung ist im DVGW dezentral organisiert und verteilt sich auf insgesamt vier Forschungsinstitute. Diese vereinen wissenschaftliche Expertise und Hochschulpartnerschaften mit der Praxis der Gaswirtschaft. Die einzelnen DVGW-Institute ergänzen sich dabei in ihren Kompetenzbereichen und bilden ein umfassendes Netzwerk rund um die Themengebiete Gas und Energie, den H2-Kompetenzverbund der deutschen Energiewirtschaft, um die Wasserstoffforschung auf die nächste Entwicklungsstufe zu heben.
Hier finden Sie eine Übersicht zu allen aktuellen Projekten aus dem DVGW-Innovationsprogramm Wasserstoff und der Allgemeinen Energieforschung.
Der Umbau unseres Energiesystems ist die größte Herausforderung des 21. Jahrhunderts und muss Klimaschutz, Resilienz und Sozialverträglichkeit in Einklang bringen. Wasserstoff ist dabei ein elementarer Baustein und für seine Erzeugung stehen mehrere Verfahren zur Verfügung.
Der DVGW hat bereits zahlreiche dieser Aspekte beleuchtet, wie zum Beispiel die potenzielle Verfügbarkeit von Wasserstoff in den Jahren 2030 und 2045, Import-Optionen von Wasserstoff und seinen Derivate oder die Kosten seiner Bereitstellung. Ebenso haben Forscher:innen der DVGW-Institute berechnet, welcher CO2-Fußabdruck pro erzeugter Kilowattstunde Wasserstoff bei den verschiedenen Erzeugungsverfahren entsteht.
Deutschland verfügt über eine bestens ausgebaute Gasinfrastruktur mit einer Gesamtlänge von über 540.000 Kilometern. Neben dem neu entstehenden H2-Kernnetz sind auch die bestehenden Infrastrukturen potenziell für den Transport, die Verteilung und die Speicherung klimaneutraler Gase Wasserstoff geeignet. So hat die DVGW-Forschung ergeben, dass es heute bereits technisch möglich wäre bis zu 20 Vol.% Wasserstoff den Gasverteilnetzen beizumischen und so Emissionen zu senken.
Um den Umstellungsprozess zu unterstützen und einen sicheren Betrieb mit Wasserstoff zu gewährleisten, überprüfen der DVGW und seine Institute in zahlreichen Forschungsprojekten die Wasserstofftoleranz der gesamten Gasinfrastruktur – von Auswirkungen auf die Rohrleitungen, der Nutzung von bisherigen Erdgasspeichern bis hin zur H2-Readiness kleinster Armaturen.
Wasserstoff hat vielfältige Anwendungsmöglichkeiten in allen Sektoren. Ein Großteil der Energieabnehmer in Industrie, Gewerbe, Wärmesektor sowie Stromerzeugung könnte bereits heute über die Gasnetze mit Wasserstoff versorgt werden: zur Versorgung von Wasserstoffkraftwerken bei Dunkelflauten, für klimaneutrale Prozesswärme in der Industrie oder spezielle Quartierslösungen im Wärmebereich, wo elektrische Versorgung an ihre Grenzen stößt.
Die DVGW-Forschungsprojekte beleuchten alle Anwendungsbereiche und deren Anforderungen an die Gasbeschaffenheit und die Transformation in Richtung Wasserstoff. Unter anderem werden Haushaltsgeräte auf ihre H2 -Toleranz hin geprüft und Einsatzmöglichkeiten in der Industrie analysiert.
Um die Bedeutung von Wasserstoff für die zukünftigen Energiesysteme zu erfassen, ist es notwendig, die gesamte Wertschöpfungskette im Blick zu haben – von der Erzeugung über den Transport und die Verteilung bis hin zur Anwendung. Zudem sollten nicht einzelne Energieträger isoliert betrachtet werden, sondern das Energiesystem als Ganzes. Denn die Grenzen zwischen Elektronen, sprich Strom, und Molekülen in flüssigen oder gasförmigen Energieträgern sind fließend.
Die übergreifenden Forschungsprojekte des DVGW-Netzwerkes zeigen genau dies und erarbeiten Lösungskonzepte für das klimaneutrale Energiesystem von morgen